Sonntag, 19. November 2017

Gon Band 7 von Masashi Tanaka

Zum Inhalt:
Zum Abschluss zieht Gon einen Sturmvogel groß. Außerdem besucht er eine Orang-Utan-Familie und sammelt Honig. Geht mit Gon auf Safari in wunderschönen und atemberaubenden Bildern! Und das ganz ohne Text!

In seinem letzten Abenteuer zeigt Gon uns noch einmal, was es heißt ein guter Dinosaurier zu sein. An einem Strand findet er - eigentlich beim schlafen - ein Ei und just in diesem Moment schlüpft das Küken. Da Gon der erste ist, den es sieht ist Gon fortan dessen Bezugsperson. Doch Gon hat so gar keine Ahnung davon, wie man sich als Vogelpapa benimmt. Zeit sich bei anderen Vogeleltern Tricks abzulauschen, gegen Fressfeinde zu kämpfen und vielleicht doch nicht so ganz der Übervogelpapa zu sein. Außerdem geht Gon in den Urwald, wo er bei der Orang-Utan-Familie nicht nur mit den leckersten Früchten gefüttert wird und mit ihnen von Baum zu Baum schwingt, sondern auch noch lernt, was es heißt seinen Körper zu stählen. Außerdem macht sich Gon mit seinen Freunden auf den Weg, um Honig zu sammeln. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn die Bienen ihren Honig nicht abgeben wollen und Gon samt den anderen Tieren immer wieder mit ihren Stichen in den Weg kommen. Doch Gon wäre nicht Gon, wenn er nicht für jede Situation die passende Lösung hätte.

Auch in diesem sechsten Band kann der Leser in die detaillierte Tierwelt abtauchen und sie mit Gon zusammen entdecken. Es gibt spannende und traurige Momente. Der Mangaka hat sich weiterhin sehr viel Mühe mit seinen Zeichnungen gegeben, sodass jedem Fan von Anime- und Mangazeichnungen regelrecht das Wasser im Mund zusammen läuft. Jedes Panel ist einfach ein Erlebnis! Ganz ohne Worte erzählt der Mangaka die Geschichte, indem er mit seinen imposanten Bildern arbeitet. Es ist einfach ein Fest für die Augen und wird nicht langweilig. Wirklich super gemacht.

5 von 5 Sternen hierfür.


  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Carlsen (29. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551756090
  • ISBN-13: 978-3551756091
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Verpackungsabmessungen: 17,8 x 12,4 x 1,6 cm

Samstag, 18. November 2017

Gon Band 6 von Masashi Tanaka

Zum Inhalt:
Gon begleitet unter anderem einen alten Elefanten auf seinem letzten Gang. Geht mit Gon auf Safari in wunderschönen und atemberaubenden Bildern! Und das ganz ohne Text!

in seinem vorletzten Abenteuer begibt sich der kleine Tyrannosaurier Gon wieder in verschiedene Abenteuer rund um die Tierwelt. So beschließt der kleine Racker einen Berg zu besteigen, den höchsten, den er finden kann. Dabei trifft er auf so manch eingebildeten Bock, der denkt, dass er besser in den Bergen voran kommt, als Gon und er macht es sich bei einer Schneeleopardenfamilie bequem, um dort die Nacht zu verbringen. Außerdem macht sich Gon auf den Weg, um einen alten Elefanten das letzte Geleit zu geben. Es gilt sich gegen Fressfeinden zu behaupten und die letzte Reise für den alten Elefanten so unbeschwerlich wie möglich zu machen, dabei müssen die beiden mit Hunger und Durst und Naturgewalten kämpfen. Aber Gon wäre nicht Gon, wenn er nicht eine Lösung für all die Probleme wüsste.

Auch in diesem sechsten Band kann der Leser in die detaillierte Tierwelt abtauchen und sie mit Gon zusammen entdecken. Es gibt spannende und traurige Momente. Der Mangaka hat sich weiterhin sehr viel Mühe mit seinen Zeichnungen gegeben, sodass jedem Fan von Anime- und Mangazeichnungen regelrecht das Wasser im Mund zusammen läuft. Jedes Panel ist einfach ein Erlebnis! Ganz ohne Worte erzählt der Mangaka die Geschichte, indem er mit seinen imposanten Bildern arbeitet. Es ist einfach ein Fest für die Augen und wird nicht langweilig. Wirklich super gemacht.

5 von 5 Sternen hierfür.


  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Kodansha Comics; Auflage: 01 (12. Juni 2012)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 1612620183
  • ISBN-13: 978-1612620183
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 10 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,6 x 19,1 cm

Freitag, 17. November 2017

Nebelfunke von Regina Meißner (bittersweets)

Zum Inhalt (Booklet):
Herzbeben – Rubinleuchten – Funkelblick ... Nach einem furchtbaren Sturm entdeckt May ein Portal in eine andere Welt. Ein geheimnisvoller Junge auf der Suche nach einem magischen Rubin tritt durch das Nebelschimmern – und erblickt May. Wird sie die Flucht ergreifen oder siegt die Neugier nach dem Unbekannten? 


Das Buch:
Nach einem Sturm wandert Maybell ziellos durch die Wälder anstatt den anderen beim Beseitigen der Sturmschäden zu helfen. Sie hadert mit ihrer Zukunft, denn bald machen sich ihre Eltern daran ihr einen Gatten zu suchen und dann muss sie heiraten. Einen wildfremden Mann! Kann man das glauben? Doch ihre Gedanken werden jäh unterbrochen, als sie im Wald ein fremdartiges Tor entdeckt. Ein Portal in eine andere Welt, aus denen scheinbar sehr unfreundlich gestimmte Menschen treten und sich sofort in alle Winde zerstreuen. Als letzte mit weitem Abstand folgt ihnen ein junger Mann der May hinter ihrem Versteck entdeckt und sich ihr langsam und freundlich nähert. Er ist auf der Suche nach einem Rubin, der Magie in sich bergen soll und Maybell könnte ihm bei der Suche behilflich sein.


Eigener Eindruck:
Die Idee zu der Geschichte an sich fand ich ganz toll. Regina Meißner beschreibt ihre Welt und ihre Charaktere sehr bildlich, weshalb ich keine Probleme hatte in die Geschichte hinein zu kommen. Nur ab und an bin ich ein bisschen ins stolpern geraten, wenn sie doch einen Gedankensprung hatte, dem ich nicht ganz folgen konnte. Die Geschichte an sich ist sehr schlüssig, auch wenn ich das Handeln der Charaktere nicht immer verstehen konnte. Da haben wir nämlich Maybell, eine junge Frau, die mit ihrem Schicksal hadert und prompt einem wildfremden Mann ihre Hilfe anbietet. Nun frage ich mich, ist sie naiv? Müsste sie nicht vielleicht erst einmal Angst haben, anstatt Kassio breitwillig ihre Hilfe anzubieten? Und auch zum Ende hin muss ich doch über ihre Entscheidung staunen, denn so gut kennt sie Kassio ja nun auch nicht und er hat mir während der Geschichte leider nicht den Eindruck gemacht, dass er richtig für sie sorgen kann. Mir kam er eher ein bisschen hinterlistig vor oder gar ängstlich, aber ganz und gar nicht wie ein Charakter, in den man sich hätte verlieben können. Was mir in der Geschichte auch ein bisschen gefehlt hat waren die Emotionen. Da hätte meiner Meinung nach noch viel mehr kommen können. Außerdem noch mehr Gedanken von Maybell, damit man weiß, warum gerade Kassio schlussendlich der Auserwählte sein soll und warum es sich lohnt ihm bei so einer riskanten Sache zu helfen. Auch das Ende war für mich leider nicht zufriedenstellend, auch wenn es ein Happy End ist. Aber mir fehlen da die Emotionen. Was mich aber am meisten schockiert hat war, dass sie einfach so geht, ohne ihre Eltern noch einmal gesehen zu haben. Das hat mich schon tief getroffen. Das hat so etwas eiskaltes an sich. Das macht mir Maybell direkt ein bisschen unsympathisch.

Empfehlen möchte ich die Geschichte allen, die etwas für Zwischendurch suchen und etwas lesen möchten, bei dem sie nicht viel nachdenken müssen. Wer hier aber eine große Lovestory und Emotionen erwartet, der sollte hier die Finger davon lassen.


Cover:
Das Cover ist wie bei allen Bittersweets lediglich mit einem gemusterten Hintergrund und dem Titel und dem Autorennamen ausgestattet. Recht einfach und ehrlich gesagt auch nicht sonderlich ansprechend. Da muss man schon zufällig drüber stolpern. Schade.


Daten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1341 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 82 Seiten
Verlag: bittersweet (18. März 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00TU3XF6E



Idee: 4/5
Charaktere: 3/5
Emotionen: 3/5
Details: 3/5
Logik: 3/5

Gesamt: 3/5

Donnerstag, 16. November 2017

D.N.A² Band 1 von Masakazu Katsura

Zum Inhalt:
Die Erde der Zukunft kämpft mit dem Problem der Überbevölkerung. Wie sich bald herausstellt, liegt das vor allem an einer besonders fruchtbaren Familie, die von dem "Mega-Playboy" Junta Momonari abstammt, der im Laufe seines Lebens mit 100 verschiedenen Frauen 100 Kinder zeugte, die wiederum 100 Nachkommen zeugten usw. Ausgerechnet die hübsche Karin Aoi wird in die Vergangenheit geschickt, um den Playboy zu seinen Lebzeiten von seinem verhängnisvollen Tun abzuhalten. Doch natürlich läuft nicht alles wie vorgesehen...

Junta Momonari hat ein Problem. Und zwar ein ganz gewaltiges. Denn immer dann, wenn er in der Nähe von Frauen ist, dann wird ihm schlecht und er muss kotzen. Das macht ihn nicht nur bei den Mädchen und Jungen unbeliebt, er selbst ist bald am Verzweifeln, denn eigentlich findet er Mädchen ja ganz süß. Doch die haben scheinbar Spaß daran ihn zu ärgern. Einzig seine Freundin Ami scheint eine Ausnahme zu sein, denn in Juntas Augen ist sie mehr Kerl als Mädchen.
Während Junta wieder einmal seiner "Frauenallergie" anheim fällt und sich für einen hoffnungslosen Fall hält, taucht in einem unterirdischen Freizeitpark eine Kapsel mit einer jungen Frau aus der Zukunft auf. Karin wurde geschickt, um Junta ausfindig zu machen, da dieser ein Gen in sich trägt, was ihn ungemein fruchtbar und zu einem Megaplayboy macht. In der Zukunft jedoch steht auf mehr als ein Kind die Todesstrafe und Juntas 100 Abkömmlinge scheinen sein Gen geerbt zu haben. Doch als Karin Junta endlich findet, da traut sie ihren Augen nicht. Soll das wirklich dieser Manns sein, nach dem sie suchen soll? Karin beobachtet Junta und ist sich schließlich sicher, dass sie das richtige tut, als sie ihn mit einer genmanipulierten Kapsel erschießt. Leider hat sie die richtige Kapsel aber in der Zukunft liegen lassen. Und fortan nimmt die Katastrophe ihren Lauf. Immer wenn Junta auf ein unschuldiges Mädchen trifft, dann verwandelt er sich in einen unwiderstehlichen Playboy und die Mädchen scheinen sich nicht mehr gegen seinen Charme wehren zu können. Auch Karin nicht... dabei muss sie sich etwas einfallen lassen, um ihren Fehler wieder beheben zu können.

An sich hätte der Manga richtig gut und vor allem witzig sein können, wenn er an einigen Stellen nicht so provokant an den Haaren herbei gezogen wäre. Der Autor versucht sich an der realen Welt festzuhalten, was ich an sich nicht schlecht finde. Dabei gibt er sich vor allem mit den Zeichnungen an einigen Stellen mal mehr und mal weniger Mühe - ein durchgängiger Stil wäre wünschenswert gewesen. Aber was mich am meisten gestört hat ist, dass er einfach mal mittendrin aus Junta den Megaplayboy zaubert und ihm Gegner vorsetzt die eher Echsen sind, als Menschen. Das ist dann doch ein bisschen sehr skurril und passt so gar nicht in die Geschichte. Auch die Tatsache, dass die Mädchen leicht bekleidet eher als halbe Bordsteinschwalben hätten durchgehen können, finde ich auch nicht nett. Dadurch wirken die weiblichen Charaktere billig und unsympathisch, einzig für Ami kann man sich begeistern, da sie scheinbar normal in der Birne ist und sich auch normal gibt. Die anderen scheinen es darauf abgesehen zu haben, dass Junta ihnen Aufmerksamkeit schenkt und das mit allen Mitteln. Hinten dran folgt dann noch der Charakter und Gegenspieler Ryuji, welcher einfach nur ein Ekelpaket ist. Auch Junta kann man nicht wirklich für voll nehmen, da er eher nur am heulen ist, als alles andere. Oben drein haben wir dann noch die skurrile Szene bei der Karin nur in Unterwäsche bei Junta aufwacht - na klar... als ob jede Mutter die "Freundin" ihres Sohnes erst mal aus ihren anderen Klamotten auspellt und ihr Reizwäsche anzieht... also bitte.

Fazit: stumpf übertrieben, einige Szenen zum Lachen, aber im Großen und Ganzen nicht so der Brüller. Allgemein kann ich auch gar nicht glauben, dass der Manga so in der Banzai abgelichtet wurde... bisschen bedenklich... zumindest für die Altersklasse die mit der Banzai angesprochen werden sollte.


  • Unbekannter Einband
  • ISBN-10: 3551762716
  • ISBN-13: 978-3551762719
  • ASIN: B002DU7A4Y

Die letzte Fuhre von Gisela Maria Stiens (booksnack)

Zum Inhalt:
Allein in tintenschwarzer Nacht.

Regelmäßig fährt Hermann Waldbrunn in den sechziger Jahren des letzten Jahrhunderts mit seinem Pferdegespann in die Stadt, um Kartoffeln zu seinen Kunden zu bringen. Waldbrunn führt auf der Heimfahrt immer eine gut gefüllte Geldtasche mit sich und treibt seine Pferde zu Eile an. Doch ausgerechnet die letzte Fuhre in einer kalten Herbstnacht wird ihm zum Verhängnis, und seine Pferde traben allein durch die Dunkelheit.


Eigene Meinung. Wie jedes Jahr fährt Herr Waldbrunn seine Kartoffeln aus. Es ist das Jahr 1955 und er macht sich bereit für die letzte Fuhre die das Geld für die Weihnachtsgeschenke einbringen soll, denn die Ernte dieses Jahr war gut. Wie immer trägt er dabei seine Uhr, die er eins zur Kommunion geschenkt bekommen hat - mit einer eingravierten Kartoffel. Doch an diesem Tag kehrt der Mann nicht mehr lebend heim - er wurde ausgeraubt, niemand scheint den Täter zu kennen. Doch dann kommt es zu einem Zufall, der die Tat aufdeckt.


Der Booksnack hat mir sehr gut gefallen. Er ist einfach geschrieben, die Zeilen fliegen nur so dahin. Es bleiben keine Fragen offen und die Details sind so gut umschreibend, dass man sich den Hergang der Geschichte richtig gut vorstellen kann. Besonders das Ende finde ich sehr interessant gut gut gestaltet. Der Snack hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht, deswegen gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung. Wer gern spannende Schmankerl für Zwischendurch sucht, der ist hier genau richtig.


5 von 5 Sterne für gute Unterhaltung. Davon darf es gern mehr sein.


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 431.0 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 24 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (1. November 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B076JG4ZZK

Mittwoch, 15. November 2017

Schmetterlinge im Dunkeln von Kertin Ruhkieck (bittersweets)

Zum Inhalt (Booklet):
Herzplatonisch – Sommerflattern – Patchworkliebe … Wie konnte ihre Mutter nur ohne Emma zu fragen mit einem neuen Mann zusammenziehen? Und ausgerechnet mit dem Vater von Emmas erklärtem Erzfeind Justus, einem Mädchenschwarm und Herzensbrecher. Noch ein Grund mehr ihn zu hassen – oder doch nicht? 

Das Buch:
Emma kann es nicht glauben, als sie heim kommt. Da sitzt Justus, ihr Erzfeind, in ihrem Zimmer und ihre Sachen sind plötzlich verschwunden. Ausrangiert in die Abstellkammer, was nun ihr neues Zimmer sein soll. Emma fällt aus allen Wolken, als ihre Mutter ihr eröffnet, dass Justus und sein Vater von nun an mit ihnen zusammen wohnen und ihre Mutter mit Justus Vater seit geraumer Zeit eine Beziehung führt. Nicht, dass Emma ihrer Mutter das Glück nicht gönnen würde. Aber muss es unbedingt Justus sein, den sie nun als Bruder bekommen hat? Justus, der bei allen Mädchen hoch im Kurs steht und scheinbar nichts anbrennen lässt? Für Emma steht fest, dass das die schlimmste Zeit ihres Lebens werden wird... oder doch nicht? Denn plötzlich scheint Emma Gefühle für Justus zu entwickeln.

Eigener Eindruck:
Die Geschichte rund um Emma und ihren neuen, ungeliebten Bruder Justus liest sich schnell und leicht. Die Idee an sich ist keine neue und wurde auch schon in anderen Romanen behandelt. An sich ist sie sehr gut umgesetzt, nur an einigen Stellen komme ich ganz schön ins hapern. Nämlich:
1. Wenn ihre Mutter einen neuen Freund hat, dann bekommt sie das über kurz oder lang mit. Kinder sind schlau.
2. Wird wohl kaum ein Elternteil sein Kind vor vollendete Tatsachen stellen und einfach den neuen Partner samt Kind einziehen lassen – das finde ich an den Haaren herbei gezogen.
3. Wenn er doch so ein Idiot ist, warum lässt sie sich erst auf eine Wette mit ihrer Freundin ein und fragt dann nach einem Date? Das ist für mich völlig unlogisch.
Was mich auch gestört hat war die Art der Emma. Erst stellt sie sich permanent als Opfer dar, dann wird sie selbst zur oberflächlichen Zicke und lernt nicht wirklich daraus, hatte ich das Gefühl. Irgendwie hat sie das für mich ungemein unsympathisch gemacht, genauso wie die anderen Protagonisten, sie lassen Emma so oft im Dunkeln tappen, dass das arme Mädchen ja falsche Annahmen treffen muss! Irgendwie finde ich diese Konstellation unglücklich und deshalb konnte mich die Story nicht wirklich überzeugen.


Cover:
Entgegen den anderen Covern der Reihe finde ich das Cover ganz neckisch gemacht, wenn auch wieder sehr sparsam, da hier lediglich als Hauptfarbe Lila verwendet wurde und Gelb für den Titel der Story. Einzig die Schmetterlinge – ebenfalls in Gelb – rund um den Titel frischen das Cover auf und machen neugierig. Sowohl die Schmetterlinge und die Farben passen jedoch zum Titel.

Daten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1868 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 87 Seiten
Verlag: bittersweet (17. Juni 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00Y2DZRM2


Idee: 4/5 
Charaktere: 3/5
Emotionen: 3/5
Details: 3/5
Logik: 3/5

Gesamt: 3/5

Dienstag, 14. November 2017

Im Herzen der Vollmond von Natalie Luca (bittersweet)

Zum Inhalt (Booklet):
Nachthell – Kühlvertraut – Bernsteinaugen… Während der Vollmond aufgeht, muss Lillys Zug in einer menschenleeren Gegend einen Nothalt einlegen. Entnervt verlässt sie den Zug, um sich selbst durchzuschlagen. Und stößt auf ein geheimnisvolles Dorf mitten im Nirgendwo. 


Das Buch:
Als der Zug von Lilly Nothalten muss, scheint sie bis auf den Schaffner und den Lokführer die einzige Passagierin zu sein. Als sich der Lokführer und der Schaffner auf den Weg machen, um an der drei Kilometer Notrufsäule um Hilfe zu bitten, bleibt Lilly allein beim Zug zurück. Doch immer wieder fühlt sie sich beobachtet und bricht schließlich in die entgegen gesetzte Richtung auf, wo sie bald an einen Bahnübergang kommt. Dort sammelt sie eine alte Frau auf und bringt sie in ein einsames, abgelegenes Dorf, wo alles anders zu sein scheint, als Lilly es je kennen gelernt hat. Man begegnet ihr mit Abneigung und man will, dass sie sofort wieder verschwindet. Doch wo soll sie hin bei Nacht? So bringt die Alte sie zu dem Gästehaus von Julian von Hagen, einem Mann, bei dem Lilly nicht so recht weiß, was sie von ihm halten soll. Er scheint Dinge zu wissen und Gefühle zu riechen...


Eigener Eindruck:
Die Idee zu der Bittersweet-Geschichte hat für mich einen ganz romantischen Touch und hätte mich auch echt überzeugen können, wenn die Story an sich nicht so lückenhaft gewesen wäre und die Charaktere nicht so flach. Die Autorin beschreibt den Beginn der Geschichte noch detailliert, aber nach und nach werfen sich einfach immer mehr Fragen auf, die auch unbeantwortet bleiben. Man bekommt ein paar Brocken hingeschmissen, getreu dem Motto: Friss oder Stirb. Was mich schließlich dann gänzlich aus der Bahn geworfen hat ist das offene Ende und die Frage: Was wollte die Autorin uns mit dieser Geschichte nun sagen...?
Mir fehlen Details, mir fehlen logische Übergänge und vor allem fehlt mir die gewisse Brise an Emotionen. Die Charaktere sind so flach und undurchsichtig und vor allem teilweise richtiggehend dumm, dass es einfach kein Spaß mehr beim Lesen macht. Lilly ist im wahrsten Sinne des Wortes so blöd, die stürzt sich von einem Problem ins nächste, auch wenn schon alle Alarmglocken auf Gefahr stehen – Lilly geht trotzdem locker luftig drauf los. Anstatt Angst zu haben oder panisch das weite zu suchen ist sie einfach nur naiv und verwundert. Julian als Gegenpart konnte mich auch nicht überzeugen. Mir haben die Details zu ihm gefehlt, man hätte ihn mysteriöser stricken können und vor allem hätte man auch mit ihm und Lilly mehr mit Emotionen spielen können. Stattdessen muss man sich immer wieder fragen, warum ist das jetzt so oder warum handelt er jetzt so oder, oder, oder.... Schade.

Empfehlen kann ich diese Bittersweet-Geschichte rein gar nicht, weil sie mich selbst nicht überzeugen konnte. Es fehlt hier einfach an allem für mich. Da gibt es sogar FanFictions die von Laien besser geschrieben sind. Einfach schade ums Geld, so hart muss ich es sagen.


Cover:
Wie schon bei den anderen Covern der Reihe bleibt meine Meinung gleich: Zu den Bittersweet-Covern gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Sie werden lediglich durch ein Hintergrundbild – zumeist ein Muster – und dem Titel der Geschichte samt Autor zusammen gesetzt. Das Ganze ist jugendlich gehalten, aber das war es dann auch schon. Irgendwie nicht wirklich aussagekräftig und in meinen Augen auch nicht wirklich ansprechend.


Daten:
Format: Kindle Edition
Dateigröße: 1470 KB
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 71 Seiten
Verlag: bittersweet (14. Januar 2015)
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00QWVSI0A


Idee: 4/5
Charaktere: 2/5
Emotionen: 2/5
Details: 2/5
Logik: 2/5

Gesamt: 2/5