Dienstag, 28. Februar 2017

I wish... Band 01 von Hyun J. Seo

Zum Inhalt:
Auch Wünsche haben ihren Preis Als ihre Familie bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommt, bittet Lyujin den Zauberer K, ihre Eltern und ihren Bruder wieder lebendig zu machen. Doch K kann ihren Wunsch nicht einfach so erfüllen. Nun steht Lyujin vor der Alternative, so lange für ihn als Gehilfin zu arbeiten, bis sie einen neuen Wunsch ausspricht, oder von ihm getötet zu werden. Schnell stellt sich heraus, dass der nun geschlossene Pakt für beide kein leichtes Los ist: Durch Ks Zynismus und Lyujins aufbrausende Art kommt es zu zahlreichen Meinungsverschiedenheiten zwischen den beiden. Nicht zuletzt auch durch die vielen Kunden des Zauberers, die diesen oft aufsuchen und ihren Wunsch aussprechen, ohne zu ahnen, dass sie für seine Erfüllung das hergeben müssen, was ihnen am liebsten ist.

Aus Wut darüber, dass ihre Eltern samt ihrem geliebten Bruder ohne sie verreist sind, wünscht sich Lyujin in ihrer Wut, dass das Flugzeug abstürzt. Als sie dabei wirklich ihre Familie verliert, denkt sie anders über ihren Wunsch und macht sich auf den Weg zu dem Zauberer K, welcher ihr ihre Familie wieder bringen soll. Doch K ist es nicht möglich die Toten wieder zum Leben zu erwecken, weshalb er sie vor die Wahl stellt. Entweder er muss sie töten oder sie wünscht sich etwas anderes, was jedoch im Gegenzug bedeutet, dass er ihr ihr Liebstes nehmen muss, denn das ist das, was sein Lohn ist. Da Lyujin jedoch nicht gewillt ist, sich irgendetwas zu wünschen, bleibt sie fortan bei K als Gehilfin. Dabei benehmen sich die beiden wie Hund und Katz'und es vergeht kein Moment in dem die beiden sich nicht anschreien oder von dem anderen hintergangen fühlen. Während K sehr gefühlskalt gegenüber Lyujin und seinen Kunden wirkt, ist es Lyujin, die sich Gedanken um die Kunden macht und sich in deren Wünsche einmischen will, um zu verhindern, dass K jenen das Liebste nimmt. Dabei muss sie aber mit der Zeit feststellen, dass K gar nicht so bösartig ist, wie sie dachte. Außerdem erfährt der Leser, dass Lyujin nicht ganz zufällig vor K's Tür gelandet ist, denn K hat noch ein Versprechen zu erfüllen.

Seo Hyun Joo präsentiert mit dem Manwha eine ganz nette Idee, kann jedoch mit ihren Zeichnungen in meinen Augen nicht wirklich überzeugen. Sie gibt sich zwar Mühe mit Aussehen und Details wie Augen, jedoch fallen bei ihr die Umgebung und die anderen Charaktere ziemlich mau aus. Erst zum Ende hin gibt sie sich mit anderen Charakteren Mühe, lässt dabei die Männer aber wie halbe Mädchen aussehen, was ich ziemlich abstoßend finde, weil sie dabei eher wie kleine Jungen in erwachsenen Körpern wirken. Das finde ich wirklich schade, denn ich denke, dass die Autorin durchaus hätte mehr aus dem Mange machen können. Die Geschichte an sich ist sehr interessant und wird immer wieder durch unerwartete Wendungen durchzogen. Jedoch plätschern die einzelnen Fälle nur so dahin. Es fehlt in meinen Augen der gewisse Grad an Emotionen, die durch die Charaktere ausgedrückt hätten werden können. Außerdem fehlt es an der allgemeinen Spannung. Man kauft weder den Protagonisten noch den Nebendarstellern ihre Geschichte wirklich ab. Schade eigentlich.

Fazit, diesen Manwha kann man gelesen haben, wenn man nicht unbedingt wert auf Zeichnungen und Spannung legt. Für Zwischendurch ist er durchaus geeignet. Ich bin gespannt, ob die Folgebände besser werden.

Idee: 4/5
Zeichnungen: 3/5
Emotionen: 3/5
Spannung: 3/5
Details: 3/5

Gesamt: 3/5

  • Taschenbuch: 224 Seiten
  • Verlag: Egmont EHAPA/CVK (Juli 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770462068
  • ISBN-13: 978-3770462063
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 12 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,8 x 2,2 cm

Prinzessin Sakura Band 01 von Arina Tanemura

Die vierzehnjährige Prinzessin Sakura lebt fernab der großen Stadt in einem kleinen Ort, wo sie von ihren Dienern umsorgt wird. Gerade ihren großen Bruder verloren, lebt sie bis auf ein paar Vertraute ein einsames Leben. Als der Gesandte Aoba auftaucht, um sie mit in die Stadt zu nehmen, nimmt die Prinzessin die Beine in die Hand und flüchtet aus ihrem sicheren Hafen. Dabei tut sie etwas, was sie laut der alten Zauberin Byakuya nie tun soll. Sie blickt in den Vollmond und macht so unheimliche Wesen auf sich aufmerksam. Yoko - menschenfressende Monster -, die es auf die Prinzessin abgesehen haben. Denn was Sakura nicht weiß: Sie ist die Enkelin der berühmten Mondprinzessin Kaguya, die einst auf die Erde kam, um gegen die Yoko zu kämpfen. Doch was noch viel schlimmer ist Sakura selbst kann zu einem solchen Yoko werden, wenn sie den falschen Weg ihres Schicksals wählt. Doch wem kann sie vertrauen? Nicht nur, dass Aoba nicht der ist, der er vorzugeben scheint, alle scheinen Angst vor ihr zu haben und trachten ihr sogar nach dem Leben.

Arina Tanemura präsentiert mit "Prinzessin Sakura" endlich mal wieder einen Manga, den man auch lesen kann. Nach "Shinshi Doumei Cross", einem japanischen GZSZ, war das auch wieder bitter nötig, denn ich hatte schon Angst, dass Arina einfach nicht mehr gute Geschichten schreiben kann. Wir treffen hier auf Sakura, eine rebellische Prinzessin, die auf die kaiserliche Etikette pfeift und so gar keine Lust hat sich verheiraten zu lassen, denn ihren Verlobten hat sie noch nicht gesehen. Bereits ab der ersten Begegnung mit dem Gesandten Aoba, scheinen die beiden auf Krawall gebürstet zu sein, was wirklich niedlich ist. Doch je mehr man in die Geschichte eintaucht, desto verzwickter wird die Situation für Sakura. Denn immer wieder muss sie sich fragen, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Obwohl das Mädchen niemanden etwas Böses will, wird sie von anderen verflucht und gejagt, besonders, als sie ihr wahres Wesen erfährt. Und besonders Aoba, den sie eigentlich gut leiden konnte, scheint sich gegen sie zu wenden. Etwas, was dem jungen Mädchen weh tut und sie in die Verzweiflung stürzt. Doch Sakura beweist in dem Manga auch Kampfgeist und genau das ist es, was einen guten Magical Girl Manga ausmacht. Trotzdem kann man in vielen Situationen die Denkweise und die Handlung des Mädchens nicht nachvollziehen, weshalb es für mich einen Punkt Abzug gibt. Wer vom Leben so verraten wird liebt nicht einfach weiter oder macht sich Gedanken.

Die Zeichnungen des Mangas sind, wie man es von Arina Tanemura gewohnt ist, wieder sehr girlylike. Sie sind detailliert, verspielt. Aber die Charaktere sind wieder einmal in dem typischen Design gehalten. Es kommt einfach nichts Neues dazu, was ich wirklich unheimlich schade finde, Kennst du eine Charakterbesetzung, kennst du einfach alle. Das ist irgendwie traurig, da ich denke, dass Arina viel mehr machen könnte. Das mindert natürlich den Lesespaß ganz schön. Trotzdem möchte ich den Manga aber allen Mädels und Magical-Fans empfehlen. Die Geschichte macht Spaß und hat unerwartete Wendungen.

Idee: 4/5
Charaktere: 4/5
Emotionen: 4/5
Zeichnungen: 4/5

Gesamt: 4/5

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: TOKYOPOP; Auflage: 2 (22. April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3867199310
  • ISBN-13: 978-3867199315
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 2 x 18,5 cm

Montag, 27. Februar 2017

Melody of Eden Band 2: Blutwächter von Sabine Schulter


Noch immer muss sich Melody an ihr neues Dasein als Vampir und Mitglied der Nachtwache gewöhnen. Doch viel Zeit, um mit ihrem Schicksal zu hadern bleibt ihr nicht, denn noch immer wissen die Vampire nicht, was es mit den genveränderten, vampirartigen Tieren auf sich hat, die ihr Widersacher Rufus geschaffen hat. Um weitere Angriffe des irren Wilden und seines Rudels zu vermeiden, schließen sich die Vampire rund um Melody mit den Rudeln der anderen Bezirke zusammen, um mit ihnen gemeinsam gegen Rufus vorgehen zu können. Melody ist fasziniert von den verschiedenen Charakteren, die hier aufeinander treffen und auch sie selbst scheint den einen oder anderen Bewunderer zu finden. Dass das ihrem Blutgefährten Eden nicht passt, scheint ganz verständlich, doch noch immer kann er ihr nicht wirklich zeigen, was er für sie empfindet, ganz zum Leidwesen von Melody, die sich nichts sehnlicher wünscht, als Eden voll und ganz an ihrer Seite zu haben.

Der zweite Teil von der Trilogie „Melody of Eden“ aus der Feder von Sabine Schulter ist einfach wieder eine Perle für sich. Erneut schafft es die Autorin mit ihrer Schreibweise zu begeistern. Der zweite Teil schließt direkt an den ersten Band an, bei denen die Freunde auf eine neue Gefahr gestoßen sind und sich dieser nun entgegen stellen müssen. Melody ist noch nicht lang ein Vampir und muss noch viele Dinge lernen. Dazu gehört das beherrschen ihrer wilden Seite und ihrer Kräfte, aber auch der Umgang mit anderen Vampiren und vor allem auch, dass nicht alle Menschen in ihrem Umfeld akzeptieren können, was sie nun ist. Außerdem muss sich Melody immer wieder fragen, was Eden wohl nun wirklich für sie empfindet, denn einmal scheint er liebevoll, dann wieder distanziert und das, obwohl sie unweigerlich ihr Herz sofort an ihn verloren hat. Neben den alltäglichen vampirischen und emotionalen Problemen, denen sich Melody stellen muss, muss Melody erkennen, dass sie unfreiwillig zu der Zielscheibe von Rufus geworden ist, der in ihr eine Möglichkeit sieht, um sich an Eden zu rächen. Dabei geht Rufus mit einem wirklich hohen Ideenreichtum zu Werke und macht es den Freunden nicht leicht. Immer wieder geraten sie in brenzlige Situationen, die einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Sabine Schulter beschreibt ihre Geschichte wieder mit einem scheinbar grenzenlosen Ideenreichtum. Bereits ab der ersten Seite ist man wieder voll in der Geschichte drin und kann sich durch detaillierte Umschreibungen richtig gut in die Szenen hinein versetzen. Man sieht sowohl die Umgebung, als auch die Charaktere direkt vor sich und man muss sie alle auf ihre Art und Weise mögen. Neben den facettenreichen Charakteren begeistert die Autorin vor allem durch die Andersartigkeit ihrer Vampire. Sie sind fernab jeglichen Klischees. Sie sind zwar stark, aber sie glitzern nicht. Sie trinken Blut, aber nur das ihres Blutgefährten. Nur die Wilden trinken Menschenblut und haben nichts mit den schillernden Vampiren aus anderen Romanen gemein. Es sind wilde Bestien, die von der Nachtwache in Schach gehalten werden. Aber auch unsere Helden haben ihre Schwächen. Sie sind zwar stark und schnell, aber sie müssen das Sonnenlicht meiden.

Was mir an diesem Teil auch wieder sehr gut gefallen hat war das Spiel mit den Emotionen. Es gibt selten ein Buch, bei dem ich wirklich mitfiebern kann. Sabine Schulter schafft es neben einem scheinbar grenzenlosen Harmoniebedürfnis zwischen all den Protagonisten immer wieder nervenaufreibende Szenen zu schreiben, die zeitweise den Atem anhalten lassen oder sogar zu Tränen rühren. Das ist einfach wunderbar und macht so viel Lesespaß, dass man schon richtig enttäuscht ist, wenn der Band zu Ende ist. Man möchte einfach immer weiter lesen, mehr erfahren und für immer in der Welt von Mel und Eden bleiben.

Melody als Protagonistin ist sich auch als Vampir treu geblieben. Sie ist noch immer der herzensgute und lebensfrohe Mensch. Sie versucht das Beste aus ihrer Situation zu machen und das finde ich wirklich sehr bewundernswert. Durch ihre herzliche, aber auch zeitweise naive Art schafft sie es auch die anderen Vampire um ihren Finger zu wickeln, auch wenn ihr das zeitweise ein paar Probleme einhandelt und vor allem Eden sichtlich eifersüchtig macht.

Eden als Protagonist ist scheinbar das genau Gegenteil von Melody. Er zweifelt viel an sich selbst, macht sich noch immer Vorwürfe über das, was aus Rufus geworden ist und er ist stets uns ständig zurückhaltend. Der Umgang mit Melody tut ihm gut und nach und nach scheint er aufzutauen. Auch wenn er es nicht zugeben möchte, steht Melody bei ihm an erster Stelle und das ist so unglaublich süß geschrieben, dass man von Eden einfach nur begeistert sein muss!

Aber auch die Nebendarsteller der Geschichte können sich sehen lassen. Fast kann ich mich schon gar nicht mehr entscheiden, wen ich besser finden soll.
Da haben wir noch Kardia, die Anführerin eines Rudels, auf die unser Großmaul Rich scheinbar ungemein abfährt. Doch die beiden scheinen sich nicht wirklich finden zu wollen, denn das einzige, was die beiden an Konversation betreiben sind immer wieder Sticheleien – ganz getreu dem Motto: Was sich neckt das liebt sich.
Aber auch mit den Zwillingsbrüdern Toja und Karis hat Sabine Schulter zwei absolute Herzensbrecher in die Runde geschickt. Die beiden mischen Melodys und Edens Seelenleben mit ihrer Gabe ordentlich auf und scheinen ihren Spaß damit zu haben. Eigentlich war ich ja immer Team Scott, aber ich glaube ich wechsel zum Team Toja und Karis. Die beiden sind einfach der Hammer.

Empfehlen möchte ich den zweiten Band der Reihe all jenen, die schon den ersten Teil mochten und jenen, welche Vampirgeschichten lieben, aber endlich mal wieder etwas frisches, fernab der ausgelutschten Klischees lesen wollen. Mit Melody of Eden bekommt ihr Spannung, frische Vampire, Emotionen und ganz viel Humor. Diese Vampire muss man einfach lieben! Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung mit Suchtgarantie!

Idee: 5/5
Emotionen: 5/5
Details: 5/5
Charaktere: 5/5
Logik: 5/5

Gesamt: 5/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 3066 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 351 Seiten
  • Verlag: Dark Diamonds (24. Februar 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01MU6MRRE





Dickicht von Scott Smith

Zum Inhalt:
Mexiko: Sonne, Strand, Meer, Sex und.Tequila. Nichts anderes haben sich Jeff und Amy, Eric und Stacy für ihren Urlaub erträumt. Die vier Amerikaner faulenzen am Strand von Cancun, als sich ein junger Deutscher zu ihnen gesellt. Dessen Bruder ist einer Archäologin zu einer Ausgrabungsstätte in den Dschungel gefolgt, hat aber seitdem nichts mehr von sich hören lassen. Die Gruppe beschließt spontan, Matthias in den Urwald zu begleiten. Doch dieser Ausflug wird für die jungen Leute ein Weg in die Hölle.

Party, Sonne, Strand, Meer und Sex. Das ist das, was das befreundete Paar aus Amerika nach Mexiko verschlägt. Immer auf der Suche nach einem Abenteuer freunden sich die Amerikaner schnell mit dem Deutschen Matthias an, der ihnen eine ungeheuerliche Geschichte erzählt und sie um ihre Hilfe bittet. Denn vor einiger Zeit ist sein Bruder mit einer Archäologin aufgebrochen, um eine Ausgrabungsstätte in den Tiefen des Dschungels zu besuchen. Doch seitdem hat der Deutsche nichts mehr von seinem Bruder gehört und will nun nachsehen, was mit ihm geschehen ist. Die vier Freunde begleiten ihn und es dauert gar nicht lange, bis die Gruppe sich noch um ein paar Partybekanntschaften erweitert.
Als sie in den Abschnitt der Ausgrabung kommen, werden die Freunde argwöhnisch von den Ureinwohnern beobachtet, auf Gespräche gehen sie nicht ein und je näher sich die Freunde der Ausgrabung nähern, desto mehr Bewohner versammeln sich. Als Amy ein Foto der Reise machen will, werden die Freunde plötzlich von den Ureinwohnern in das Ausgrabungsgebiet gedrängt. Wer von ihnen von dort flüchten will, wird von den Dorfbewohnern getötet. Gemeinsam beschließen die Freunde die Nacht in der Ausgrabungsstätte zu verbringen und sich dann einen Fluchtweg zu überlegen. Doch in den Ruinen erwartet sie etwas, was noch viel schlimmer ist, als alles, was sich die Freunde je vorstellen konnten. Und nach und nach bekommen sie auch eine Vorstellung davon, was mit Matthias Bruder und dessen Freundin passiert sein könnte.

"Dickicht" von Scott Smith habe ich im Thailand-Urlaub in der Hotelbibliothek entdeckt und mit an den Strand genommen. Trotz der warmen Temperaturen hat mich das Buch öfter Gänsehaut bekommen lassen. Der Autor hat die Geschichte stimmig und vor allem sehr detailliert geschrieben. Trotzdem war die Geschichte für mich leider zu berechenbar. Bis auf ein paar kleine Überraschungen war es für mich schon vornherein klar, wer eventuell wie sterben könnte oder wie die Geschichte für die Freunde im Allgemeinen ausgehen wird. Zwischen spannenden und gruseligen Passagen war es aber vor allem der Charakter der Amy, der mir die Geschichte madig gemacht hat. Die Freunde sind als Paar dort angereist aber Amy entwickelt im Laufe der Geschichte eine Art schlampigen Charakter. Sie denkt nur an sich, ihr ist es egal, wie sich ihr Umfeld dabei fühlt, selbst die Freundschaft mit Stacy scheint nicht wirklich echt zu sein. Amy bekommt in meinen Augen auch nicht mehr die Kurve. Ihr Charakter wird einfach nur nervig. Auch die anderen Charaktere sind nicht unbedingt die absoluten Sympathieträger, aber sie hat einfach nur den Vogel abgeschossen.
Neben dem nervigen Charakter ist es aber vor allem das ganze Geschwafel drumherum, was die Geschichte langatmig werden lässt. Pluspunkte gibt es von mir erst wieder für die Idee des "Killers" und den Hintergrund, weshalb die Dorfbewohner die Gruppe nicht mehr aus dem Dschungel lassen.

"Dickicht" kann man gelesen haben, muss man aber nicht. Das Buch spielt zwar mit Emotionen, macht das aber an anderen Stellen wieder kaputt. Die Geschichte ist zu leicht zu erraten. Getreu dem Motto: Kennst du einen Horrorfilm, kennst du alle. Wer beim Lesen einen langen Atem hat, der wird mit dem Buch sicher seine Freunde haben, wer aber wirklich krassen Horror erwartet, der sollte hier besser die Finger davon lassen. Wer keine Lust hat das Buch zu lesen, der schaut sich einfach den Film "Ruins"/"Ruinen" an. Denn das Buch wurde 2008 auch verfilmt, hat jedoch in der Gesamtbewertung nur 2,5/5 Punkten bekommen.

Idee: 4/5
Charaktere: 3/5
Spannung: 4/5
Emotionen: 3/5

Gesamt: 3/5

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 4. (1. Juli 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596176166
  • ISBN-13: 978-3596176168
  • Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 3,1 x 19 cm

Harley Quinn - Band 1: Kopfgeld auf Harley von Amanda Conner

Vorhang auf für die durchgeknallte Exfreundin vom Joker

Zum Inhalt:
EIN NEUES LEBEN FÜR JOKERS VERRÜCKTE EX
Harley Quinn, die schärfste Braut der Suicide Squad und überdrehte Langzeit-Flamme des Jokers, will ihr Leben komplett ändern und Gutes tun. So ziehen sie und ihre beste Freundin Poison Ivy los, um ein paar arme süße Tierchen zu retten, die in einem sadistischen Tierasyl umgebracht werden sollen. Außerdem findet Harley am Valentinstag heraus, dass zu viel Liebe einen genauso umbringen kann wie ein unanständig hohes Kopfgeld…

Harley Quinn, ihres Zeichens ehemalige Psychotherapeutin und durchgeknallte Exfreundin des legendären Jokers, dem Erzfeind des Batman, lebt mit ihrem ausgestopften Biber in recht chaotischen Verhältnissen. Als sich Harley fragt, wie es wohl wäre, wenn sie ihren eigenen Comic bekommen würde, gehen mit ihr die Gedanken durch und gemeinsam mit vielen verschiedenen Zeichnern erlebt der Leser im ersten Kapitel, wie Harley in deren Stil aussehen könnte. Dabei geht sie selbst mit den Zeichnern hart ins Gericht und zieht diese nach und nach schamlos durch den Kakao.
Als ein unbekannter Mann auftaucht und Harley eröffnet, dass sie ein Haus geerbt hat, hält sie nichts mehr. Sie bricht auf in ein neues Leben und nimmt sich fest vor von nun an Gutes zu tun. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn man doch immer wieder durchdreht und auf einen selbst ein Kopfgeld ausgesetzt ist. Gemeinsam mit ihren verschrobenen neuen Mietern und Freundin Poison Ivy macht sich Harley daran Tieren aus einem Tierheim zu helfen, die eingeschläfert werden sollen und ist bemüht das Geld für die laufenden Kosten ihres neuen Domizils aufzutreiben. Und was wäre da naheliegender als sich als neue Psychotherapeutin im ansässigen Irrenhaus zu bewerben...

In drei unterschiedlichen Geschichten präsentiert DC eine völlig neue Harley Quinn. Der Comic ist spritzig und frech, er ist aber auch brutal und dann doch wieder zuckersüß. Harley mit ihrer quirligen Art muss man einfach lieben. Entgegen dem standardisierten Bild der Harley im Clownskostüm aus den Trickfilmen und dem Blondchen Harley aus dem Film Suicide Squad ist die Harley aus den neuen DC-Comics völlig neu designet. Harkley ist blass, ihre Haarfarbe wechselt in den verschiedenen Themen. Harley ist durchgeknallt, weiß aber ganz genau was sie will. Im Grund hat sie ein gutes Herz, sie findet sogar neue Freunde und bringt alte Freunde in ihre neue Geschichte mit. Doch Harley ist vor allem eins, skrupellos und auch gefährlich. Der innere Konflikt, der sich immer wieder in ihr abspielt wird phänomenal gut dargestellt. Außerdem wird ihr Irrsinn dahingehend unterstrichen, dass sie sich stets mit ihrem ausgestopften Biber unterhält und dieser ihr auch immer wieder antwortet, was selbst für Poison Ivy fragwürdig erscheint. Mit ihrer neuen Bleibe hat Harley die Möglichkeit noch einmal von vorn zu beginnen, nachdem in ihr altes zu Hause eine Bombe geschickt wurde. Die neue Bleibe passt ebenfalls sehr gut zu Harleys Charakter. Verschrobene Mitbewohner, ein heruntergekommenes Image, jede Menge Müll, ein paar Kopfgeldjäger und ein Wachsfigurenkabinett mit Massenmördern. Kann sich ein Mädchen wie Harley mehr wünschen? Wahrscheinlich nicht.

Die Abenteuer für Harley bedeuten für den Leser eine erfrischende Abwechslung zwischen Schmunzeln und Kopfschütteln. Immer wenn man denkt, dass es wohl nicht mehr chaotischer werden kann, dann setzt die gute Harley noch einen drauf. Und das ist gut so.

Von mir gibt es für den Comic eine absolute Leseempfehlung. Nicht nur die Story ist richtig gut gemacht, sondern auch die Zeichnungen machen einfach Lust auf mehr. Top.

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: Panini (24. November 2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3957980828
  • ISBN-13: 978-3957980823
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Originaltitel: Harley Quinn 0-3
  • Größe und/oder Gewicht: 16,9 x 1,2 x 25,9 cm

Dienstag, 21. Februar 2017

Das Licht des Sonnenregens (booksnack) von Nadin Hardwiger

Zum Inhalt:
Einst fanden Sarah und Harry in Liebe zueinander, doch das Schicksal lässt sie nicht gewähren. Nun wandeln sie getrennt voneinander und der eine weicht, wenn der andere erscheint.

Als ein alter Kobold seine Goldtöpfchen füllt und es zu regnen beginnt, taucht ein junger, sehr hilfsbereiter Mann bei ihm auf. Im Gespräch erfährt der alte Kobold, dass der junge Prinz verflucht wurde und fortan nur dann auf der Erde wandeln kann, wenn es regnet. Seiner Geliebte Sarah jedoch ist es beschieden nur auf der Erde zu wandeln, wenn die Sonne scheint. So sind die beiden Liebenden ständig auf der Suche nacheinander, können sich aber nicht mehr finden. Für den alten Kobold steht fest, er muss den beiden Liebenden helfen, doch dafür müssen sie eine Aufgabe erfüllen, die Prinz Harry und seine Sarah an ihre Grenzen bringen.

Der Booksnack von Nadin Hardwiger ist zuckersüß geschrieben. Die Idee ist so wundervoll, dass ich eigentlich wirklich traurig bin, dass aus der Geschichte nicht noch mehr gemacht worden ist. Die Schreibweise der Autorin lädt ab dem ersten Satz zum träumen ein und die Beschreibungen sind trotz der Kürze sehr gut gelungen. Trotz dessen, dass mir an einigen Stellen die Details fehlen, konnte mich die Geschichte voll und ganz von sich überzeugen. Das Leid der beiden Liebenden und der Wille des alten Kobolds ihnen zu helfen ist sehr schön beschrieben, sodass man sich in die Charaktere sehr gut hinein versetzen kann. Auch die Idee mit den Farben finde ich sehr schön gemacht. Ein herzlich-romantischer Booksnack, den ich allen empfehlen möchte, die gern Träumen und eine süße Liebesgeschichte für Zwischendurch suchen.

Idee: 5/5
Emotionen: 5/5
Romantik: 5/5
Charaktere: 5/5

Gesamt: 5/5


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 293 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 34 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (13. Dezember 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01MQVLXH4

Chatroulette (booksnack) von Thomas Kowa

Zum Inhalt:
In einem Videochat im Internet wird Stefan Pallas Zeuge einer Entführung. Er versucht zu helfen, doch plötzlich muss er feststellen, dass vielleicht er das Opfer ist.

Er ist auf der Suche nach netten Gesprächen, bei denen er andere Leute kennen lernen kann. Stefan Pallas. Ein Mann, der Gefallen an dem Chatphänomen Chatroulette gefunden hat. Wenn man jemanden sympathisch findet, dann kann man sich mit diesem zufälligen Partner unterhalten, wenn nicht, dann wird er einfach weg geklickt. Es kann wirklich sehr interessant werden. So auch an diesem Tag. Kurz bevor Stefan aufgeben will, taucht ein Mann auf, akkurat gekleidet, doch leider auch ein bisschen verrückt oder ganz und gar gefährlich, denn Stefan wird Zeuge einer Entführung und muss sich einem perfiden Spiel hingeben, um der Frau im Hintergrund das Leben zu retten.

Diese Geschichet von Thomas Kowa war wirklich nett zu lesen, sie war spannend und hat in die Tiefen des menschlichen Abschaums blicken lassen. Trotz dessen, dass es sich hier um eine Kurzgeshcichte handelt schafft es Thomas Kowa beklemmende Gefühle zu schaffen. Man fiebert mit, man hofft, dass alles gut geht. Die Geschichte ist wirklich gut gemacht, auch wenn mir das Ende dann doch zu plötzlich kam. Ein paar mehr Details zum Hergang und Ausgang hätte ich mir dann doch schon gewünscht. Trotzdem möchte ich diese Geschichte allen Lesern empfehlen, die etwas mit Spannung und Nervenkitzel suchen.

Idee: 5/5
Details: 4/5
Emotionen: 4/5
Spannung: 5/5

Gesamt: 4/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 496 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 13 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (13. Juli 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01IDEYKKU

Montag, 20. Februar 2017

Der Puma mit den drei Streifen (booksnack) von Thomas Kowa

Zum Inhalt:
Herzogenaurach, ein beschauliches Städtchen in Franken, Heimat von Adidas, Puma und Lothar Matthäus. Doch plötzlich geschieht eine Entführung und ein fränkischer Kommissar liefert sich einen Wettstreit mit der Tochter des LKA-Präsidenten aus München, wer den Fall als erstes klärt.

Als Kommissar Lothar einen Anruf seines Vorgesetzten bekommt ist er außer sich. Gerade er soll die Tochter des LKA-Präsidenten zeigen, wie das Leben und Arbeiten in Herzogenaurach ist. Doch was soll man einer Barbiepuppe schon zeigen? Als eine Entführung das kleine Städtchen erschüttert ist es Kommissar Lothar, der sich auf die Spur setzt, dicht gefolgt von seiner neuen Praktikantin, die vielleicht doch nicht so viel Barbie und geistig umnachtet ist, wie es Kommissar Lothar erst dachte. Gemeinsam nimmt das ungleiche Team die Spuren auf und verfolgt diese zu einem ganz ungeheuerlichen Fall.

Mit dem Booksnack "Der Puma mit den drei Streifen" entführt uns Thomas Kowa in die Stadt des Lothar Matthäus, Adidas und Puma. Dass dort ein Entführer mit Nike-Sportschuhen auffällt wie ein bunter Hund, das ist selbst der blindesten Oma von Herzogenaurach klar. Sofort hat der Kommissar Lothar eine Spur und kann sich an die Beweismittelsicherung machen, aber nur so lang, bis seine quirlige Praktikantin mit ihrem quietschpinken Auto vorfährt. Das Klischee für den betagten Kommissar ist klar. Blond gleich doof. Doch da hat er nicht die Rechnung mit Sandy gemacht. Gemeinsam lösen die beiden den Fall. Sie lassen den Leser schmunzeln, den Kopf schütteln und schließlich etwas ungläubig zurück. Denn die Auflösung des Falls ist mehr als kurios und doch ganz spektakulär. Was mir an der Geschichte jedoch wieder einmal gefehlt hat waren die Details. Da hätte in meinen Augen noch ein bisschen mehr kommen können. Trotzdem nett gemacht und absolut zu empfehlen.

Idee: 4/5
Charaketre: 4/5
Spannung: 3/5
Humor: 4/5

Gesamt: 4/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 502 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 19 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (19. Juli 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01IPCY8UM

Im Land der Mafiosi (booksnack) von Thomas Kowa

Zum Inhalt:
Eine Kreuzfahrt in italienischen Gefilden, ein Heiratsschwindler auf der Suche nach einem letzten großen Coup und zwei Frauen. Die eine schön, aber arm, die andere unermesslich reich. Wie wird er sich entscheiden? Und kann er das überhaupt noch?

Auf einem Kreuzfahrtschiff ist er um zu arbeiten. Reisender unbekannt, aber Heiratsschwindler. Sein Ziel ist klar. Die Baroness, auch wenn ihre Begleiterin Iris - jünger, attraktiver, aber eben arm - ihm viel besser gefällt. Doch für ihn steht fest, er wird sich die Baroness angeln, sie ihres Geldes entledigen und sich dann zur Ruhe setzen. Immer wenn an einem Hafen geankert wird bleibt er auf dem Schiff. Am Pool, in der Nähe seiner Kabine in der sein ganzes Hab und Gut lagert. Sich in Italien vom Schiff zu wagen, das würde ihm im Traum nicht einfallen. Nicht nur, dass er sich von seinem ergaunerten Geld fortbewegen müsste, nein, Italien ist bekannt für Taschendiebstähle und die Mafia. Und außerdem muss er ja noch an seinem Plan arbeiten, um die Baroness für sich zu gewinnen...

Dieser booksnack aus der Feder von Thomas Kowa hat mir sehr gut gefallen. Die Story war sehr erfrischend und hat Spaß gemacht. Man rätselt mit, ob er sich denn nun an die Baroness werfen wird oder ob er sich doch an Iris schmeißt. Dabei muss man immer wieder schmunzeln, wenn der Heiratsschwindler seine Tricks durchdenkt und vor allem die Menschen in seinem Umfeld betrachtet. Humorvoll ist die Geschichte, aber auch kein Krimi, wie sie ausgeschrieben wurde. Trotzdem ist sie schön zu lesen, auch wenn das Ende berechenbar ist. Empfehlen möchte ich den Snack allen, die etwas für Zwischendurch suchen. Die Geschichte ist auf fünf Seiten schnell gelesen und Perfekt für eine Pause auf Arbeit.

Idee: 4/5
Humor: 4/5
Charaktere: 4/5
Spannung: 4/5
Details: 3/5

Gesamt: 4/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 498 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 13 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de; Auflage: 10 (12. Juni 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01GO9XZRU

Dienstag, 14. Februar 2017

Krimi ohne Mord (Booksnack) von Thomas Kowa

Zum Inhalt:
Kommissar Kampens letzter großer Fall. Genaugenommen sein erster großer Fall nach über zwanzig Jahren auf Sylt, denn außer Handtuchdiebstählen passiert hier nun mal nicht viel. Und jetzt – kurz vor seiner Pensionierung – gibt es gleich fünf Tote auf einmal, ausgerechnet in einer Buchhandlung. Die auch noch über ein sehr leckeres Büfett verfügt ...

Fünf Tote. Kommissar Kampen kann sein Glück kaum fassen, denn endlich kann er zeigen, was wirklich in ihm steckt. Der Fall, kurios. Fünf Personen sind tot, allesamt verwandt. Tot aufgefunden in einer Buchhandlung bei einer Lesung über Aquaristik. Komisch, aber endlich die Chance, um zu beweisen, dass man mehr auf dem Kasten hat als Strandtaschendiebstähle aufzuklären. Endlich ist einmal etwas los in dem verschlafenen Nest, in dem sich Kampen als Komissar schimpfen darf. Doch ein Happen zu Essen und ein Feierabendbierchen wären vielleicht auch nicht verkehrt gewesen...

Thomas Kowa schickt mit Kommissar Kampen ein ganz besonderes Exemplar ins Rennen. Wir haben hier einen verschrobenen Mittfünfziger, der schon immer auf seine große Chance gewartet hat, doch als diese kommt, scheint er die Sache mehr oder minder nicht wirklich ernst zu nehmen, was durchaus daran liegen kann, dass der Fall, der ihm gerade eröffnet wird, sein Feierabendbierchen in die Ferne rücken lässt und auch seinem knurrenden Magen nicht unbedingt dienlich ist. Dass der Komissar sich bei seinem Fall mehr als tollpatschig anstellt lässt den Leser schmunzeln, aber auch die Stirn runzeln. Man muss sich schon fragen, was der Kommissar für einer ist. Und dann das Malheur mit den Häppchen und den Büchern, das tut dann schon ein bisschen in der Seele weh und lässt ein Leserherz so richtig bluten. Trotzdem eine sehr schöne und kurzweilige Geschichte, die Spaß und Lust auf mehr macht.

Empfehlen möchte ich die Kurzgeschichte allen Krimi- und Humorfans. Hier kommen beide Parteien auf ihre Kosten. Super gemacht und irrrwitzig komisch, auch wenn ich mir noch ein paar mehr Details gewünscht hätte.
Ein schöner Booksnack.

Idee: 5/5
Details: 4/5
Charaktere: 4/5
Spannung: 4/5

Gesamt: 4/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 561 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 12 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de; Auflage: 7 (11. Mai 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01FICD8SK

Salzstangen und Cola (Booksnack) von Thomas Kowa

Zum Inhalt:
Ein Geldfälscher versucht seine Druckerpresse samt veralteten Platten zu verkaufen, zwangsläufig an andere Betrüger. Ein Katz-und-Maus-Spiel beginnt, in dem – so spielt das Leben eben manchmal – unerwartet Verdauungsprobleme dazwischenkommen.

Als für einen Geldwäscher, der den Luxus liebt, das Geschäft durch neue Geldscheine kaputt gemacht wird, ist dieser bestrebt seine alten Druckplatten an einen unwissenden Kunden noch für teuer Geld zu verscheuern. Doch der Geldwäscher hat seine Rechnung ohne den gewitzten Kunden und vor allem ohne die landesübliche Küche gemacht. Denn die schlägt seinem gereizten Darm ordentlich aufs Gemüt. Da können nur noch Salzstangen und Cola helfen.... oder eben auch nicht...

Der Booksnack aus der Feder von Thomas Kowa hat mir sehr viel Spaß gemacht. Ich musste so lachen. Es ist eher eine Komödie als ein Krimi, aber das tut dem Lesespaß keinen Abbruch. Mir sind vor Lachen die Tränen gelaufen, denn der arme Geldwäscher stellt sich einfach selten dämlich an und das Schicksal meint es wirklich auch gar nicht gut mit ihm. Einzig was ich an der Geschichte wie bei so vielen booksnacks vermisse sind die Details. Man hätte noch ein bisschen mehr auf die Problematik der veralteten Druckplatten eingehen können, mehr Emotionen hervorlocken können. Trotzdem macht der Snack aber Spaß und ich möchte ihn allen Lesern empfehlen, die Spaß an kurzen und knackigen, aber auch humorvollen Geschichten haben. Für Zwischendurch ist der Snack wieder einmal perfekt.

Idee: 5/5
Charaktere: 4/5
Spannung: 4/5
Emotionen: 3/5
Humor: 4/5

Gesamt: 4/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 568 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 23 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (26. Juli 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01J3P3JK0

Tod auf dem Betze (Booksnack) von Thomas Kowa

Zum Inhalt:
Am Vorabend eines großen Pokalspiels stirbt ein Mann beim Sturz von der Tribüne des Fritz-Walter-Stadions in Kaiserslautern. Zwei Kommissare ermitteln: Der eine hasst Fußball, der andere Akten. Und doch lösen sie den Fall auf unerwartete Art und Weise.

Es war wie das Wunder von Bern, eben nur für einen kleinen Verein aus einem unbekannten Kaff vor geführt einem halben Jahrhundert. Etwas, wovon alle sprachen, es aber alle auch genauso schnell wieder vergaßen. Eben nur einer nicht, der sich ganz genau an das Spiel erinnern konnte - sogar einen der Spieler streng nachempfunden hat. Jahre später soll sich so ein Spiel noch einmal wiederholen und die Wettbüros laufen heiß, doch bevor es richtig zum Spiel kommen kann, gibt es einen Mordfall, den ein sehr ungleiches Duo aufdecken soll. Während der eine sich scheinbar im Fußballklientel bestens auskennt und sogar mit den richtig Harten gut umzugehen weiß, scheint der andere Kommissar eher von der zurückhaltenden Sorte.

Diesen Booksnack habe ich trotz seiner Länge mehrmals weggelegt und er hat mir ganz schön Bauchschmerzen bereitet. Nicht nur, dass in diesem Snack mit Fußballfachbegriffen um sich geschlagen wird, es wimmelt einfach nur vor Fußball. Das ist einfach zu viel. Zu viel für jemanden der keinen Fußball mag. Zu viel für jemanden der demnach auch keine Ahnung von Fußball hat. Auch der Ablauf der Handlung war in meinen Augen einfach zu schnell, undetailliert und sprunghaft. Schade eigentlich. Da ich von Hause aus eine Abneigung gegen Fußball habe und ich diesbezüglich wahrscheinlich auch voreingenommen bin, bewerte ich diesen Snack neutral mit 3 Sternen. Anderen gefällt diese Geschichte sicher, für mich war sie nicht ansprechend.

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 724 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 25 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (26. Juli 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01J3P3JJ6

Montag, 13. Februar 2017

Merry Witchmas (Booksnack) von Nadin Hardwiger

Amanda ist 24 Jahre alt und ist sich in einer Sache sehr sicher. Dieses Jahr wird sie das erste Mal in ihrem Leben Weihnachten feiern, komme was wolle. Doch das Weihnachtsfest macht es ihr gar nicht so einfach, denn Hexen feiern kein Weihnachten, nicht zuletzt, weil alles, was mit Weihnachten zu tun hat bei Hexen einfach schief geht. Da werden explizite Weihnachtskekse entweder im Ofen direkt verbrannt oder zerfallen danach in tausend Krümel, Lichterketten verwirren sich von allein immer und immer wieder und der Tannenbaum, obwohl frisch geschlagen wirft sofort seine Nadeln ab. Es ist einfach zum verrückt werden. Und dann ist da auch noch das Problem, dass Amandas Freund noch gar nicht weiß, dass sie eine Hexe ist, sie es ihm aber unbedingt sagen muss, wenn sie wissen will, ob sie eine gemeinsame Zukunft haben. Doch als sie ihm die alles entscheidende Wahrheit sagen will, nimmt ihre Schwester die falschen Kekse mit in die Menschenschule und das Chaos scheint perfekt.

Dieser Booksnack begeistert durch weihnachtliches Feeling sowie eine niedliche Geschichte. Zu Beginn hatte ich zwar ein paar Probleme mit dem Einstieg, weil einige Erklärungen einfach viel zu spät kamen, doch im Großen und Ganzen ist die Geschichte herzallerliebst und vielen verstecken Witzen gespickt. Amanda als Charakter ist einem sofort sympathisch und fast ist man ein bisschen traurig, dass es ihr einfach nicht möglich ist Weihnachten so zu feiern wie wir es kennen. Die Ärmste gibt sich so viel Mühe und doch will es einfach nicht so klappen, wie sie es haben möchte - besonders, weil man denken könnte, dass eine Hexe mit Magie alles schaffen kann, doch diese Annahme ist weit gefehlt.
Was ich mir bei der Geschichte vielleicht noch gewünscht hätte, wären ein paar mehr Erklärungen und Details gewesen, da einige Dinge am Anfang für mich einfach unverständlich waren. Dass Hexen ihre Welt völlig anders wahrnehmen, als Menschen, die Erklärung kommt in meinen Augen zu spät und so bleibt man gleich auf der ersten Seite an diesen Formulierungen hängen, die einem einfach nicht in den Kopf wollen.

Trotzdem möchte ich die Geschichte allen empfehlen, die etwas für zwischendurch suchen. Hier kommt ihr auf jeden Fall auf eure Kosten. Es gibt Witz, es gibt Gefühle und natürlich einen Hauch von Spannung. Schön auch, im Anhang befindet sich ein Rezept für Zimtsterne, auf Menschenart und auf Hexenart.

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 336 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 43 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (27. Oktober 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01M69EKKB

Marsha Mellow und ich von Maria Beaumont

Die Buchwelt und der Ottonormalbürger sind entsetzt. Jeder kennt sie, jeder liest sie, aber niemand weiß genau wer sie ist. Marsha Mellow. Autorin von erotischen Romanen, die ihren Leser ins Schwitzen bringen. Doch so glanzvoll wie die Karriere von Marsha begonnen hat, ist sie als Mysterium nun zur Fahndung ausgeschrieben. Ein Revolverblatt will ganz genau wissen, wer Marsha Mellow ist und was sie dazu bewegt solche Romane zu schreiben. Für die Durchschnitthausfrau ein heißes Leseabenteuer sind es vor allem Kinder, die mit den Werken nichts anzufangen wissen und Marsha in arge Bedrängnis führen. Bloß gut, dass Marsha nur der Künstlername der Autorin ist und sie es stets vermeidet an Lesungen oder Interviews teilzunehmen, auch wenn ihre Agentin das gern sehen würde. Marsha ist in Wirklichkeit nämlich gar nicht so aufgeschlossen und taff wie ihre Romane. Marsha heißt eigentlich Amy, Mustertochter, graues Mäuschen und vor allem hoffnungslos in ihren neuen Chef verliebt, was sich stets in Tollpatschigkeiten niederschlägt. Würde die Welt erfahren, wer sie wirklich ist, würde für Amy das Chaos ausbrechen. Aber es wird immer schwieriger ihre Identität als Autorin geheim zu halten. Denn da ist nicht nur ihr attraktiver Chef, sondern auch ihre streng konservative Mutter und ihre Schwester, die ihr langsam auf die Schliche kommen.

"Marsha Mellow und ich" war ein Zufallskauf, als ich mit der Schule in der neunten Klasse auf Klassenfahrt gefahren bin. Als ich begonnen habe zu lesen, dachte ich mir nur: oh mein Gott, was ist das denn... doch schnell wurde klar, dass ich nicht in einen mittelklassigen Porno gelandet bin, sondern "lediglich" ein Einblick in Amys Gedankenwelt präsentiert wurde. So schnell wie die Szene kam war sie dann auch wieder verschwunden und man lernte endlich Amy kennen, um die sich das ganze Buch dreht. Sie versucht ein Doppelleben zu führen, was sich zeitweise aber als sehr schwer herausstellt, vor allem, da die Romane von Marsha Mellow nicht nur extrem gefragt sind, sondern sie auch in Kinderhände geraten, was ein Boulevardblatt gleich dazu veranlasst eine Hetzjagd auf die junge Autorin zu machen. Oben drein muss sich Amy, als graue Maus, ausgerechnet in ihren attraktiven Chef verlieben und ein Fettnäpfchen nach dem anderen mitnehmen. Zwischen Gesprächen mit ihrer Agentin, die Amy endlich mehr im Rampenlicht sehen will, ihrem schwulen und geheimen Freund, einer zu neugierigen Schwester und einer überkonservativen Mutter versucht Amy einen Spagat der dazu verurteilt ist zu scheitern... oder doch nicht?

Das Buch liest sich locker und leicht, die Seiten fliegen nur so dahin. Man muss an einigen Stellen den Kopf schütteln, an anderen Stellen kann man sich vor Lachen kaum noch zusammen reißen. Es ist spannend Amy durch ihren schusseligen Alltag zu begleiten, sie bei ihren hin- und hergerissenen Gedanken zu beobachten oder sich einfach nur zu fragen, was denn wohl als nächstes passieren wird.

Empfehlen möchte ich die Geschichte allen, die gern lachen, nichts gegen explizite Sexszenen einzuwenden und ein grandioses Versteckspiel genießen können. Dem Leser wird hier wirklich etwas geboten. Die Geschichte ist kurzweilig und macht einfach nur Spaß, ohne wirklich tiefgründig zu sein. Ich mag das Buch.

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1745 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 335 Seiten
  • Verlag: Bastei Entertainment (13. Mai 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01EIMLF1I

Freitag, 10. Februar 2017

Der Hypnotiseur (Joona Linna Band 01) von Lars Kepler

Zum Inhalt: 
Vor den Toren Stockholms wird die Leiche eines brutal ermordeten Mannes entdeckt. Kurz darauf werden auch dessen Frau und Tochter aufgefunden. Offenbar wollte der Täter die ganze Familie auslöschen. Doch der Sohn überlebt schwer verletzt. Als Kriminalkommissar Joona Linna erfährt, dass es ein weitere Schwester gibt, wird ihm klar, dass er sie vor dem Mörder finden muss. Er setzt sich mit dem Arzt Erik Maria Bark in Verbindung, der den kaum ansprechbaren Jungen unter Hypnose verhören soll. Bark gelingt es schließlich, den Jungen zum Sprechen zu bringen. Was er dabei erfährt, lässt ihm das Herz gefrieren ... 

Als ein Sportlehrer brutal ermordet mit Messerstichen aufgefunden wird, wird der Kriminalkommissar Joona Linna eingesetzt, um in dem Fall zu ermitteln. Als er sich auf den Weg zu der Familie macht, muss er mit Entsetzen feststellen, dass auch die Frau und ein Kind der Familie ermordet wurden. Einzig Überlebender ist der Sohn der Familie. Josef. Doch der sagt kein Wort und scheint auch nicht kooperieren zu wollen, besonders nicht in Hinsicht auf seien Schwester, die scheinbar das nächste Opfer des irren Killer werden könnte. Für Joona bleibt nur ein Mittel. Er will den Jungen hypnotisieren lassen. Doch der Arzt, der das durchführen soll praktiziert nicht mehr und das aus gutem Grund. Trotzdem kann Joona Dr. Erik Bark davon überzeugen für ihn eine Ausnahme zu machen. Was sie dabei erfahren ist ungeheuerlich. Und auch für Dr. Bark bleibt das Ganze nicht ohne ein Nachspiel, denn als die Presse davon Wind bekommt, dass er wieder praktiziert, werden damit Dämonen der Vergangenheit geweckt und ein neues blutiges Spiel beginnt. Als auch noch der Sohn von Dr. Bark entführt wird, muss er mit seiner Ehefrau zusammen arbeiten – was sich als sehr schwer erweist, da die Ehe in Trümmern liegt. Gemeinsam beginnt für sie eine Schnipseljagd zwischen gewaltbereiten Kindern, weiteren Leichen und den Geistern der Vergangenheit. 

Lars Kepler ist das Pseudonym von Alexandra Coelho Ahndoril und Alexander Ahndoril, welche unter diesem Namen noch weitere Bücher rund um Kriminalkommissar Joona geschrieben haben. Der Kriminalroman „Der Hypnotiseur“ ist der erste Roman dieser Reihe. Man findet sich durch die leichte und verständliche Schreibweise schnell in die Geschichte ein. Spannende Momente werden schnell durch Details und immer wieder auftauchende Überraschungsmomente geschickt in die Geschichte eingebunden. Emotionen werden in verschiedenster Weise aufgebaut. Man ist schockiert über die Grausamkeiten, die in diesem Buch auftauchen. Man fiebert bei der Suche nach Benjamin mit. Man ist schockiert über die Kinder, die zu jeglichen kriminellen und gewaltsamen Taten bereit sind. Außerdem versucht man nachzuempfinden, warum Benjamin Zweifel an seinen Eltern hat. Schockiert war ich unter anderen besonders an folgenden Stellen: 1. Als die Kinder den Vater der Ehefrau in Lebensgefahr bringen und 2. Als die Psychopathentante damit begonnen hat allen die Nasen abzuschneiden. Krank. Einfach nur krank. Das ganze Buch ist so makaber und doch kann man es einfach nicht mehr aus der Hand legen. Man muss immer weiter lesen. Es geht gar nicht anders. Das Buch verursacht Herzrasen, man ist sprachlos und man beschäftigt sich noch lange nach dem Lesen mit der Storyline. Zu Beginn der Geschichte wirkt alles noch wild zusammen gewürfelt und man geht von einem ganz bestimmten Täter aus. Doch je weiter die Geschichte sich entwickelt, desto mehr mögliche Szenarien bauen sich auf und man weiß schließlich gar nicht mehr so recht, wen man denn nun als gut oder böse ansehen soll. Das ist wirklich sehr gut gemacht. 

Empfehlen möchte ich diesen Krimi allen, die gern den Atem anhalten. Jenen, die gern beim Lesen Herzrasen bekommen. Und jenen, die eine wirklich morbide Geschichte zu schätzen wissen. Wer ein zartes Gemüt hat, der sollte hier besser die Finger von lassen, ansonsten ist man aber bei dieser Geschichte goldrichtig. 

Idee: 5/5 
Emotionen: 5/5 
Spannung: 5/5 
Details: 5/5 
Charaktere: 5/5 

Gesamt: 5/5 

  • Taschenbuch: 654 Seiten
  • Verlag: Bastei Lübbe; Auflage: 9. (2014)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3404163435
  • ISBN-13: 978-3404163434
  • Originaltitel: Hypnotisören
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 4,5 x 18,5 cm