Mittwoch, 24. Mai 2017

Angel Diary Band 02 von Kara

Zum Inhalt:
Nichts als Ärger hat die königliche Tochter des Himmels, Dong-Yeong, seit sie vor ihrer Zwangsheirat mit dem Höllenkönig auf die Erde geflohen ist. In einen Jungen verwandelt, verdreht sie als Highschool-Schüler vielen Mädchen den Kopf und wird nebenbei auch noch von Geistern bedroht! Natürlich sind ihre Eltern nicht untätig und schicken ihr vier Wächter hinterher, die sie finden und zurückbringen sollen."Angel Diary" wurde humorvoll und bildstark vom Zeichner-Team Kara und Autorin Lee Yun-Hee des Bestseller-Manhwa"Demon Diary"in Szene gesetzt.

Als potentielles Opfer für Geister gerät Dong-Yeong - eigentlich die Himmelsprinzessin Cheonyu - in die Fänge eines Teichmonsters, welches sie töten will, um ihren Geliebten für immer bei sich behalten zu dürfen. Hilfe bekommt Dong-Yeong unerwartet durch Biwol, welcher endlich sein wahres Ich zeigt, jedoch Dong.Yeongs Erinnerungen zu manipulieren scheint. Indessen begegnen sich die Wächter Ahin und ihr Bruder Jeong Lee mit den Geisterjägern und ebenfalls Wächtern Dohyeon und Uhyeon. Ahin verliebt sich in einen der Geisterjäger, doch als die wahre Identität der anderen bekannt wird scheint sich einiges zwischen den Wächtern zu ändern. Als der Baumgeist Choryeon auftaucht, scheint das Chaos plötzlich perfekt, denn die Dämonen scheinen hinter ihm her zu sein.

In der Fortsetzung rund um den Manga "Angel Diary" befinden sich die zwei der vier Wächter aktiv auf der Suche nach der Himmelsprinzessin. Dohyeon und Uhyeon wissen noch nicht das Jeong Lee und Ahin ebenfalls Wächter sind und auch die beiden wissen nichts von den anderen, was mir schlichtweg unlogisch erscheint, müssten sie sich als Himmelswesen doch anhand ihrer Magie erkennnen und vor allem auch anhand ihres Alters... nun gut. Ahin verliebt sich in Uhyeon und scheint ihm fortan anzuhimmeln was ihrem Bruder jedoch missfällt. Mit dem Auftauchen des Baumgeists Choryeon gibt es neuerliche Probleme, die die Freunde auch enttarnt. Doch bis es so weit ist, muss sich Dong-Yeong gegen ein Teichmonster wehren, was der Prinzessin jedoch nicht so gut gelingt. Noch immer stellt sich mir die Frage, warum Dong-Yeong trotz ihrer Stellung so machtlos erscheint. Es ist Biwol, der ihr hilft - und ich habe die straffe Vermutung, dass er wohl der Höllenfürst ist, mit dem Dong-Yeong zwangsverheiratet werden sollte, aber das ist nur eine Theorie, scheint aber durchaus in die Vorhersehbarkeit der Story zu passen.

Die Zeichnungen der Story sind ganz nett anzusehen aber auch nichts besonderes in meinen Augen. Es werden viele Dinge überkitscht dargestellt. Der Verlauf der Story an sich ist vorhersehbar und teilweise leider in meinen Augen unlogisch bis langweilig. Mir fehlt in der Story eine gewisse Dynamik durch neue Situationen oder noch nie da gewesene Wendungen. Es ist ein Manga für Zwischendurch, aber mehr nicht. Was mich besonders stört ist, dass der Hergang so durcheinander gewürfelt scheint. Der Manga konnte mich schlicht und einfach nicht überzeugen und das finde ich wirklich schade denn ich habe mir sehr viel davon erhofft.

  • Broschiert: 192 Seiten
  • Verlag: EMA - Egmont Manga und Anime (Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770465849
  • ISBN-13: 978-3770465842
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 18 Jahre
  • Originaltitel: Angel Diary
  • Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 1,4 x 18,1 cm

Die 10 Schlüssel für wirksame Kritik von Ralf Lengen

Zum Inhalt:
Wir kritisieren und werden kritisiert, von morgens bis abends. Warum dann die schlechten Gefühle danach? Weil der Kritisierende mit einem einzigen Fehler die Wirkung seiner Kritik zunichte machen kann. Das soll Ihnen nicht passieren! Die ersten vier Schlüssel helfen Ihnen dabei, weniger zu kritisieren. Das gibt weniger Stress und Ihrer Kritik, wenn sie dann wirklich kommt, mehr Gewicht. Die letzten drei Schlüssel werden hier schon verraten: "Freundlichkeit", "Deutlichkeit" und "Unterstützung". "Freundlichkeit" und "Deutlichkeit" schließen sich nicht etwa aus. Sie ergänzen sich wunderbar. Und "Unterstützung" ist das, was eine Kritik "konstruktiv" macht, wie man so schön sagt. Aber ganz so einfach ist es nicht. Denn beim Unterstützen müssen Sie darauf achten - oh, hier muss ich die Beschreibung leider abbrechen. Mehr dazu im Buch!

Kritik. Etwas, was die wenigsten Menschen gut verkraften können. Man fühlt sich angegriffen. Man schaltet auf Durchzug. Man kennt das. Und so, wie wir uns vielleicht verhalten, so verhalten sich auch andere, wenn wir selbst Kritik üben. Dass die Reaktion bei uns dann aber auf Unverständnis stoßen könnte, das bedenken wir oft nicht. Doch wie soll man Dinge kritisieren, wie etwas verbessern, wenn die Person, die einem gegenüber steht, sich angegriffen fühlt? Wir müssen selbst an uns arbeiten und lernen richtig Kritik zu üben!

Mit dem Buch "Die 10 Schlüssel für wirksame Kritik" gibt uns der Autor Ralf Lengen einen Einblick in die Kunst des Kritisierens. Dabei bedient er sich, wie es der Titel schon sagt, 10 Schlüsseln, die man beachten sollte, um Kritik wirklich wirksam anzubringen. Ist es der richtige Ort, um zu kritisieren? Sollten wir überhaupt kritisieren? Ist es die richtige Zeit, um die Kritik anzubringen - haben wir zu lang gewartet oder sollte man noch ein bisschen Gras über die Sache wachsen lassen? Wie sollen wir uns unserem Gegenüber gestikulieren oder artikulieren? Macht es Sinn Dinge zu kritisieren, die wir vielleicht nicht ausdrücklich so aufgetragen haben, sodass das gewünschte Ergebnis erfolgen konnte? Es gibt viele Punkte, die bei einer Kritik beachtet werden sollten. Anhand von Fallbeispielen erklärt Herr Lengen, wie man selbst vielleicht auftritt und wie das Gegenüber einen in diesem Moment wahr nimmt. Er zwingt durch seine gut gewählten Fälle dazu, sich mit beiden Seiten auseinander zu setzen. Dadurch gibt er dem Leser auch die Möglichkeit sich zum Beispiel von voreiligen Emotionen zu lösen und die ganze Problematik neutraler zu beachten.
Neben seinen wunderbar gewählten Beispielen bringt der Autor zu jedem Abschnitt Zitate berühmter Persönlichkeiten, denen das kritisieren quasi im Blut lag. Jene werden kurz vorgestellt - mit einem kleinen geschichtlichen Anriss und deren Maximen dann detailliert verdeutlicht.

Die Schreibweise des Autors ist sehr einladend. Trotz, dass es sich um ein durchaus trockenes Thema handelt, hat Herr Lengen es geschafft mit den Worten so zu spielen, dass eine aufgelockerte Atmosphäre entsteht. Er schreibt verständlich und bietet durch die Einteilung in die 10 Schlüssel die Möglichkeit, das Buch in mehreren Etappen zu lesen und zu verstehen. Wer sich die Schlüssel zu Herzen nimmt, der wird bald bemerken, dass das kritisieren durchaus einfacher wird, aber auch abnimmt. Denn man setzt sich nicht nur mit seinem Gegenüber auseinander, sondern auch mit sich selbst. Mit ein bisschen Übung gelingt die Kritik jedoch sehr gut und stößt auf offene Ohren. Da ich viel mit Menschen in meinem Arbeitsumfeld zu tun habe, war es für mich eine Bereicherung, dieses Buch lesen zu dürfen. Es hilft mir aber nicht nur in Arbeitssituationen, sondern auch im Alltag. Außerdem macht das Buch und seine Lehren auch selbst empfänglicher für Kritik. Wo man sich sonst vielleicht angegriffen gefühlt hätte, bedenkt man die Situation und das Gesagte.
In meinen Augen ist das Buch eine Win-Win-Situation für denjenigen, der kritisieren möchte und für denjenigen, der die Kritik bekommt.


  • Gebundene Ausgabe: 154 Seiten
  • Verlag: Meistertricks (1. März 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3945788064
  • ISBN-13: 978-3945788066
  • Größe und/oder Gewicht: 14,9 x 2 x 21,8 cm

Angel Diary Band 1 von Kara

Zum Inhalt:
Himmelstochter im Chaos. Endlose Verwirrungen um die königliche Tochter des Himmels, Dong-Yeong: vor einer Zwangsheirat flieht sie auf die Erde und tarnt sich als Junge. Ihre Beschützer und Jäger liefern sich die verrücktesten Duelle und lösen unvorhersehbare magische Ereignisse und peinliche Enttarnungen aus. Dazu mischen sich auch noch Dämonen ins Spiel um die Himmelsprinzessin ein und wollen sie entführen. Ein rasantes Feuerwerk an Humor und bildstarkem Artwork vom Zeichner-Team Kara und Autorin Lee Yun-Hee.

Um einer Zwangsheirat zu entgehen flieht die Himmelstochter Dong-Yeaong auf die Erde, wo sie als Junge getarnt lebt. Doch so einfach, wie die Prinzessin sich das Ganze gedacht hat, ist es dann eben doch nicht. Denn durch ihre Energie lockt sie regelmäßig Geister an, die von ihr Besitz ergreifen wollen. Da kommen die Geisterjäger Dohyeon und Uhyeon gerade recht. Denn genau wie die Himmelprinzessin leben die beiden ein Doppelleben. Tagsüber Schüler, Nachts Geisterjäger. Sie helfen Dong-Yeong, welche ihnen beichtet, dass sie öfter von Geistern heimgesucht wird und die beiden um Hilfe bittet. Doch das ist nicht das einzige Problem, welches auf Dong-Yeong wartet, denn ihr/sein Klassenkamerad Biwol scheint es auf ihn/sie abgesehen zu haben und scheint auch ein schwerwiegendes Geheimnis mit sich herum zu tragen. Denn im Gegensatz zu den anderen scheint er ganz genau zu wissen wer Dong-Yeong in Wirklichkeit ist. Als sich alle auf den Weg zu einer Klassenreise machen, wird wieder ein Geist auf Dong-Yeong aufmerksam und auch die Dämonen, die Gegner der Himmelswesen, lassen nicht lang auf sich warten, um in der Geschichte ordentlich mitzumischen.

Angel Diary aus der Feder von Lee Yun-Hee und Kara habe ich zufällig entdeckt, fand das Cover niedlich ansprechend und habe es mir spontan, ohne hineinzulesen mitgenommen. Im Nachhinein ein Fehler, denn die Geschichte konnte mich nicht wirklich überzeugen, auch wenn sie Potential hat. Doch die Abhandlung ist schon sehr ausgelutscht und nichts Neues. Wir haben hier also die Himmelstochter Cheonyu, welche sich vom Himmelkaiser nicht zwangsverheiraten lassen möchte und auf die Erde flüchtet. Klischeehaft lebt sie fortan als Junge Dong-Yeong getarnt auf der Erde und versucht ihr Geheimnis zu wahren. Ständig ist sie müde oder wird von Geistern heimgesucht. Die Einzigen die wissen wer sie ist sind ihr beiden Wächter Ahin und Jeong Lee, die ebenfalls als Schüler auf der Schule sind - sie aber scheinbar nicht ausreichend beschützen können. Außerdem leben in der Schule noch die Geisterjäger Uhyeon und Dohyeon, welche nachts auf Geisterjagd gehen und tagsüber ebenfalls die übermüdeten Schüler mimen. Als die Himmelskaiserin eingreift beauftragt sie Uhyeon und Dohyeon mit der Suche nach ihrer Tochter - die natürlich zielsicher bereits unter ihnen weilt... na klar. Und obwohl sie beiden Geisterjäger auch übernatürlicher Natur scheinen, so erkennen sie ihr Ziel nicht einmal, wenn es direkt vor ihrer Nase steht - auch ein bisschen eigenartig. Hinzu kommt noch der Schulkamerad von Dong-Yeong, der sich scheinbar in die getarnte Prinzessin verguckt hat. Biwol taucht immer dann auf, wenn die Situation brenzlig wird und ist scheinbar auch kein Mensch. Nach und nach kommt es in der Geschichte zu peinlichen Enttarnungen, die in meinen Augen zu lang hinaus gezögert werden. Denn sind wir mal ehrlich, wenn zwei Geisterjäger auf einen "Jungen" treffen der scheinbar ständig von Geistern heimgesucht wird, dann hinterfragt man das doch... zumal Dong-Yeong als "Himmelswesen und -prinzessin" sicherlich nicht machtlos ist... aber das wäre wohl zu einfach.

Die Zeichnungen der Story sind ganz nett anzusehen aber auch nichts besonderes in meinen Augen. Es werden viele Dinge überkitscht dargestellt. Der Verlauf der Story an sich ist vorhersehbar und teilweise leider in meinen Augen unlogisch bis langweilig. Mir fehlt in der Story eine gewisse Dynamik durch neue Situationen oder noch nie da gewesene Wendungen. Es ist ein Manga für Zwischendurch, aber mehr nicht. Was mich besonders stört ist, dass der Hergang so durcheinander gewürfelt scheint. Der Manga konnte mich schlicht und einfach nicht überzeugen und das finde ich wirklich schade denn ich habe mir sehr viel davon erhofft.

3 von 5 Sternen

  • Broschiert: 192 Seiten
  • Verlag: EMA - Egmont Manga und Anime (August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3770429869
  • ISBN-13: 978-3770429868
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 10 - 18 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2 x 18 cm

Alltagswahnsinn (Booksnack) von Britta Meyer

Zum Inhalt:

Französische Zweigtomaten

Warum sind die Tomaten so teuer? Sind die zwischen den Brüsten römischer Jungfrauen gereift? Verfeinerten Ozelotpupse den Düngungsprozess? Hat der Dalai Lama an die Stauden gepinkelt?

Von Payback-Punkten und Passwörtern

Wenn Sie die Payback-Punkte heute einlösen, erhalten Sie Samstag zwischen 10:00 und 10:35 Uhr 5 Prozent Rabatt auf unser Weihnachtsgebäck mit Haltbarkeitsdatum bis Ende 2015.

Wunschlos glücklich

„Ich habe so lange gequengelt, bis ich den Thermomix gekriegt habe. Der ist super, der kann alles, ich bin total glücklich damit.“ Sie bekommt feuchte Augen als hätte sie gerade eine neue, eine ganz große Liebe beschrieben.

In drei kurzen und knackigen Geschichten präsentiert uns die Autorin Britta Meyer den ganz normalen Alltagswahnsinn. Die Geschichten machen Spaß und man muss schon schmunzeln, denn diese Situationen kennt man wohl nur zu gut. Wir stehen beim Einkauf vor dem Regal und fragen uns, womit man einen solchen Preis nur rechtfertigt. Zeit und Aufwand? Sicher ja.. aber trotzdem ist der Preis wohl eine Frechheit. Man fühlt sich, als würde man einen goldenen Löffel kaufen. Frechheit! Wir kennen das.
Als nächstes der Irrsinn des Lebens im Internet, auf Arbeit. Überall braucht man Passwörter, sodass man in dem ganzen Wirrwarr einfach nicht mehr weiß, wo man welchen Buchstaben vertauscht hat und allgemein, was man da überhaupt für genommen hat. Man kann auf seine Daten nicht mehr zugreifen. Notizen? Lohnen sich ja nicht, oder doch? Es ist doch zum verrückt werden!
Und dann der Irrsinn mit dem Thermomix. Alle haben einen, alle wollen einen, alle brauchen einen, alle machen damit alles. Auf den Zug mit aufspringen? Das könnte man wohl, will man das? Man weiß es nicht.

Der Booksnack macht Spaß und ist wirklich zu empfehlen. Was mich aber mehr als stört ist der Wucherpreis von 1,49 für 3 Kurzgeschichten die jeweils nur über 2-3 Seiten gehen. Das ist Wucher! Dafür bekomme ich woanders schon einen ganzen Roman. Wegen dieser preislichen Frechheit gibt es von mir einen Stern Abzug, vor allem weil wir die Thematik des Wucherpreises in der ersten Kurzgeschichte ja auch noch mit behandelt haben!

4 von 5 Sternen

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 856 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 17 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de; Auflage: 1 (11. Mai 2016)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01FICD8T4

Dienstag, 23. Mai 2017

Der Hexenfelsen (Booksnack) von Annette Dressel

Zum Inhalt:
Eine kaputte Ehe und eine Tochter, die den Kontakt zu ihr verweigert. Eines Nachts entschließt sich Marita, den Hexenfelsen zu erklimmen – jenen Felsen, an dem die Hexen vor der Verfolgung ihren Sabbat hielten. In der Nacht steigt sie den dunklen Pfad hinauf. Sie stolpert, doch sie steht auf, geht weiter und kehrt mit einer neuen Erkenntnis zurück.

Kaum beachtet von ihrem Mann Rudolph, weil sie sich nie wirklich hat gegen seine Meinung stellen können, lebt Marita eine sehr unglückliche Ehe, nicht zuletzt, weil wegen ihrer Schwäche gegenüber ihrem Ehemann ihre Tochter ihr den Rücken gekehrt hat. Marita ist unglücklich und sie muss etwas ändern, so viel steht fest. Sie will zum Hexenfelsen in der Nacht wandern, so wie es einst die Hexen taten, um ihrem Sabbath im geheimen abzuhalten. Marita will die Reise auf sich nehmen. Sie muss den Kopf frei bekommen und endlich eine Entscheidung für sich selbst fällen. Kann sie einmal mutig sein oder wird sie für immer ängstlich im Schatten ihres Mannes stehen?

Die Kurzgeshcichte "Der Hexenfelsen" von Annette Dressel hat mir sehr gut gefallen und hat mir beim Lesen sehr viel Spaß gemacht. Man kam schnell in die Geschichte hinein und die Details haben ausgereicht, um eine schöne Szenerie zu schaffen. Außerdem konnte man sich sehr schnell mit der Protagonistin anfreunden und identifizieren, was ich bei Kurzgeschichten eher selten erlebe. Die Geschichte behandelt eine unglückliche ehe, bei der die Ehefrau die Leidtragende ist und immer wieder von ihrem Ehemann untergebuttert wird. So scheint es immer gewesen zu sein und wird soll sich wohl auch nicht ändern, doch dann macht sich Marita auf den Weg, um eine Entscheidung zu fällen und das finde ich bewundernswert mutig. Die Nachricht, die sich aus der Geschichte entnehmen lässt ist kurz und knackig. Jeder ist seines Glückes Schmied. Man muss Entscheidungen treffen und diese auch durchziehen. Super gemacht.

Empfehlen möchte ich die Geschichte allen Lesern, die etwas für Zwischendurch suchen und gern eine mutige Frau begleiten möchten, die aus ihren Zwängen und Schranken ausbrechen möchte - zwar spät, aber dennoch ist der Wille da. Von mir gibt es für diese Top-Story 5 von 5 Sternen!


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 372 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 16 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (27. März 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B06XW6TQ2C

Perfekt (Booksnack) von Rainer Güllich

Zum Inhalt:
Helen entdeckt eines Tages unzählige Spinnweben in ihrem Haus. Doch wie viel sie auch putzt, die widerspenstigen Spinnweben kommen immer wieder. Langsam wird Helen die Sache unheimlich.

Die hochschwangere Helen kann es nicht glauben. Eben hat sie doch die Spinnenweben weg gemacht und nun sind sie schon wieder da. Auch ihrem Mann fallen die Weben auf und obwohl sie ihm versichert, dass sie sich erst kürzlich entfernt hat, so sind sie noch da und er denkt, dass sie ihn anlügt. Während Helen sich die Sache nicht erklären kann, wird ihr Mann zusehends sauer. Und dann geschieht ein Unglück.

- Achtung Spoiler -

Ich habe den Booksnack als Beigabe zum Newsletter erhalten und muss sagen, dass die Geschichte an sich ganz nett geschrieben war. Man kommt gut rein, man kann sich in Helen gut hinein finden, auch wenn sie einem bereits zum Anfang unsympathisch ist, besonders denn, wenn sie nur von ihrem Kind spricht, nicht von Hartmuts. Das Ganze wird dann aber fix sehr kurios, denn Helen und Hartmut scheinen sich nicht viel sagen zu können und er scheint in meinen Augen ein richtiger Choleriker zu sein. Dass er das mit seinem schwachen Herzen natürlich nicht etwas zurück stellt finde ich sehr eigenartig. Man erkennt, dass die beiden keine glückliche Ehe haben. Viel Spannung baut sich in der Geschichte dabei nicht auf und mir fehlen auch die Emotionen und Reaktionen auf Worte oder Taten. Was mir die Geschichte schließlich ganz kaputt gemacht hat war, als sie das Kind zur Welt bringt. Was ist das denn für ein gequirlter Quark?
Was ich erwartet habe war eine lustige Geschichte, vor allem, weil sie ins Genre Humor gesteckt wurde. Was ich bekommen habe war eine unzufriedene, schwangere Ehefrau, einen cholerischen und herzkranken Ehemann und ein Kind, was wohl eher in die Gruselabteilung gepasst hätte. Wo ist da der Humor? Den sucht man hier wohl vergeblich. Schade.

2 von 5 Sternen


  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 468 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 14 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (17. Februar 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B06WRV47RZ

Bellarosa: Dornröschen (Schätze neu erzählt Band 6) von Katharina Gerlach

Zum Inhalt:

Es war einmal in einer Welt, in der Magie und Technik mit unerwarteten Konsequenzen aufeinander treffen... Bellarosa schläft, vergessen ist ihr bisheriges Leben. In ihren Träumen kann sie die Welt in ihrem Kopf nur beobachten und fragt sich deshalb, ob sie real ist. Eines Tages stolpert Tolliver in einen Tunnel, der zu ihrer Ruhestädte führt, und er kann sie hören. Je länger Anteil sie an seinem Leben nimmt, desto mehr verliebt sie sich. Doch ist Tolliver ein Figment ihrer Fantasie oder ist er ein echter Mensch? Kann sich Bellarosa rechtzeitig erinnern und die Wahrheit über ihren langen Schlaf herausfinden, bevor sie Tolliver und ihr eigenes Leben verliert? Was wäre, wenn die Brüder Grimm die Träume von "Dornröschen" gekannt hätten? Dieses eBook enthält zusätzlich eine Bonusgeschichte und das Originalmärchen.

Immer wenn Bellarosa in ihren Träumen wandelt, dann besucht sie als Geist die Menschen. Als sie nach Jahren wieder unter den Menschen weilt, sucht sie einen alten Freund auf, den König des Landes, wessen Frau sie einst hören konnte und dadurch scheinbar verrückt wurde. Nun ist der König alt, was Bellarosa vor Augen führt, wie viel Zeit vergangen ist. Gedankenverloren verfolgt sie das Leben im Schloss und wird so Zeuge, wie der kleine Prinz Tolliver von seinen größeren Brüdern gepiesackt wird. Sie hilft ihm, indem sie ihm, indem sie ihm einen Fluchtweg zuruft. Überrascht darüber, dass der kleine Prinz sie hören kann, sucht sie ihn fortan immer wieder auf und zwischen den beiden wächst über die Jahre eine Freundschaft und mehr. Als Tolliver mit der Suche nach ihr beginnt, ist es an Bellarosa sich endlich an die Geschehnisse längst vergangener Jahre zu erinnern und sich und Tolliver somit das Leben zu retten.

Mir fiel die Kurzgeschichte auf der "Berlin Buch" auf, da ich das Cover sehr ansprechend fand und Märchenadaptionen liebe. An sich fand ich die Idee auch nicht schlecht. Der Einstieg in die Geschichte war für mich etwas holperig, als ich dann jedoch eingetaucht war, ist die Geschichte recht gut gelaufen. Die Ideen wurden sehr schön umgesetzt, auch wenn ich mir mehr Details gewünscht hätte. Emotionen konnten durch den schnellen Storyverlauf für mich nicht aufgebaut werden, was ich wirklich sehr schade fand. In meinen Augen hätte man mit mehr Umschreibungen eine richtig gute Atmosphäre schaffen können. Der Hergang der Geschichte ist recht komplex und lässt sich schnell begreifen, was ich sehr gut finde. Was mich jedoch wieder sehr gestört hat waren die endlosen Rechtschreibfehler in dem Buch. Namen wurden nicht mehr richtig geschrieben, Buchstaben fehlten und auch der eine oder andere Satz war irgendwie nicht komplett. Das mindert den Lesespaß ungemein und ist wirklich bedauerlich - da sollte noch einmal dran gearbeitet werden.

Bellarosa als Charakter hat mir gut gefallen. Sie ist eine herzensgute Person, trotzdem ist sie an ihrem Unglück nicht ganz unschuldig und weigert sich, sich endlich an das zu erinnern, was einst geschehen ist. Das hat natürlich etwas dramatisches, hat aber in meinen Augen auch sehr viel mit Weglaufen zu tun, was ich als Charakterzug nicht wirklich mag. Problemen muss man sich einfach stellen, sonst lösen sie sich nicht.
Tolliver als Prinz fand ich sehr interessant. Er verzichtet auf sein Erbe, nur um sich den Dingen zu widmen, die ihm gefallen. Er ist selbstlos und scheint auch ein recht zartes Seelchen zu haben. Zum Verlieben ist der Prinz nicht, aber knuffig ist er irgendwie schon.

Was ich auch schön finde ist, dass es in dem Buch noch die Orginalgeschichte dazu gibt und den Froschkönig als Zusatz - der mir auch ganz gut gefallen hat.

Empfehlen möchte ich das Buch allen, die gern Märchenadaptionen lesen und keinen großen Wert auf hoch angelegte Emotionen, Details und vor allem Rechtschreibung legen. Wer da drüber hinweg sehen kann, der bekommt eine gute, kurzweilige Geschichte. Für mich ist fraglich, ob ich mir noch andere Teile der Reihe holen werde.

Idee: 4/5
Emotionen: 3/5
Details: 3/5
Logik: 3/5
Charaktere: 3/5

Gesamt: 3/5


  • Taschenbuch: 88 Seiten
  • Verlag: Independent Bookworm (15. Juni 2016)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3956810589
  • ISBN-13: 978-3956810589
  • Größe und/oder Gewicht: 12,9 x 0,5 x 19,8 cm

Keine Millionen für meine Töchter (Booksnack) von Maria Appenzeller

Zum Inhalt:
Eine liebevolle Familien-Kurzgeschichte Maria Appenzeller schrieb diese Geschichte für ihre Mutter. Die hat zwar keine Millionen, aber vier Töchter. Da gerät eine Mitfünfzigerin schon mal zwischen die Fronten. Genau wie Ulrike. Als sie im Lotto gewinnt, halten ihre Töchter die Hand auf – autsch!

Nachdem ihre Töchter und ihr Bruder erfahren haben, dass Ulrike im Lotto gewonnen hat, haben alle Pläne mit ihrem Geld. Eine ihrer Töchter will das Geld, um Kriegsjournalistin zu werden. Die nächste wünscht sich eine Eigentumswohnung, weil ihr ihre WG nicht gefällt und hat den Kauf sogar schon bei ihrer Freunin angemeldet und die nächste will die Schulden tilgen, die sie mit ihrem Ehemann hat. Sogar ihr Bruder scheint schon feste Reisepläne mit dem Geld zu haben. Nur eben, was sie will, das scheint niemanden zu interessieren. Doch Ulrike lässt sich nicht auf die Forderungen ihrer Kinder ein. Sie fässt eine Entscheidung, die sie durchaus glücklich macht.

Der Booksnack "Keine Millionen für meine Töchter" ist ein herrlich unterhaltsamer Booksnack. Wir treffen hier auf Ulrike, die zu gutem Geld gekommen ist und scheinbar immer alles für ihre Familie getan hat. Das ist schließlich auch so selbstverständlich für alle, dass sie sich nicht einmal danach erkundigen, was Ulrike mit dem Geld machen möchte, sondern schon ihre ganz eigenen Pläne mit dem Lottogewinn machen. Das bei Geld auch familiär die Freundschaft aufhören kann, lernen wir mit diesem Booksnack. Plötzlich haben alle Sorgen, man kann etwas gebrauchen, man kann sich plötzlich nett unterhalten und aber auch gegen die anderen sticheln. Dass Ulrike nicht in ihrer Familie, sondern in ihrem Strickkreis auf Fragen für Pläne und Glückwünsche stößt, lässt sie einen Entschluss fassen, den ich wirklich bewundernswert finde.
Neben der Gier der Familie beschäftigt sich der Booksnack auch mit aktuellen Themen wie Flüchtlingspolitik und das Zusammenleben mit Flüchtlingen. Man kann es als Gutmenschgeschichte betrachten, aber es zeigt, wie das Zusammenleben mit Flüchtlingen sein kann. Sicher heben jetzt einige den Finger und wollen anfangen zu diskutieren, doch ich muss sagen, dass mir die Geschichte, so wie sie ist, sehr gut gefallen hat und ich mir solch einen Umgang überall wünsche. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung, auch wenn ich mir mehr Details zu den Charakteren und Emotionen der Charaktere gewünscht hätte.

Idee: 5/5
Emotionen: 4/5
Details: 4/5
Spannung: 4/5
Herzlichkeit: 5/5

Gesamt: 4/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 215 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 23 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (26. Januar 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01MTD6562

Der Gentleman (Booksnack) von Thomas Kowa

Zum Inhalt:
Ist es richtig, dass jemand eine Bank überfällt, die ihn um sein Geld gebracht hat? Der Gentleman, eine Geschichte über Heimweh, Moral und nicht ausbruchssichere WC-Fenster.

Als ein Flugzeug an einem Schweizer Flughafen landet, beobachtet ein Arzt, wie der gesuchte Bankräuber mitsamt Handschellen eben jenes verlässt. Seine Aufgabe, die Gesundheit des Gefangenen festzustellen, damit dieser dem Gericht vorgeführt werden kann. Doch der Arzt hat Zweifel. Soll man einen 94jährigen Mann, der seine Heimat so sehnsüchtig vermisst hat, wirklich für die letzte Zeit seines Lebens hinter Gitter bringen? In dem Arzt reift ein Entschluss.

Mit dem Booksnack "Der Gentleman" liefert Thomas Kowa keine humorvolle Kurzgeschichte, wie sie eigentlich ausgeschrieben ist, sondern in meinen Augen eine Geschichte voll Herzensgüte. Wir treffen hier auf den Erzähler der Geschichte, der sich in einem Gewissenskonflikt befindet. Er sieht einen alten Mann um die 94 Jahre, von dem er weiß, dass er eine Bank beraubt hat. In seinen Augen ist die Tat aber längst verjährt und vielleicht auch nicht ganz grundlos geschehen. Was ihn aber viel mehr beschäftigt ist die Grundsatzfrage, ob man einen alten Mann noch hinter Gitter bringen sollte oder nicht. Allein diese Überlegung ist in meinen Augen bewundernswert und auch das, was darauf folgt finde ich einfach herzlich schön. Da geht einem beim Lesen richtig das Herz auf. Diese Geschichte hat mich wirklich berührt und deshalb gibt es von mir auch volle Punktzahl. Bitte mehr davon.

Idee: 5/5
Charaktere: 5/5
Emotion: 5/5
Logik: 5/5
Herzlichkeit: 5/5

Gesamt: 5/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 599 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 27 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (28. Februar 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B06XDR3RDQ

Wedding Peach Band 1 von Nao Yazawa

Momoko ist ein ganz normales vierzehnjähriges Mädchen. Sie besucht die Schule und hilft ihrem alleinerziehenden Vater bei der Fotografie von Hochzeiten, wenn sie kann. Am liebsten sieht sie sich in ihrer Freizeit das Hochzeitsvideo ihrer Eltern an und arbeitet mit ihren Freundinnen Hinagiku und Yuri in der Schülerzeitung. Als Momoko wieder einmal das Hochzeitsvideo ihrer Eltern schaut und sich in das Hochzeitskleid ihrer Mutter einkleidet, hat sie das Gefühl beobachtet zu werden. Doch viel Zeit zum Nachgrübeln bleibt dem jungen Mädchen nicht, denn ihre Freundinnen holen sie zum Fußballspiel der Schule ab, um für die Schülerzeitung darüber zu berichten. Ganz uneigennützig sehen sich die Mädchen das Spiel außerdem auch nicht an, denn der Schwarm der drei Mädchen Kazuya Yanagiba ist der Kapitän der Schulmannschaft. Zwischen den Mädchen entbrennt ein freundschaftlicher Konkurrenzkampf, wer wohl das Herz von Yanagiba erobern wird.
Als Momoko sich auf den Heimweg macht, wird sie dort von dem Dämon Ame angegriffen, der es auf den Ring von ihrer Mutter abgesehen hat. Hilfe bekommt Momoko von dem Engel Limone. Als die Situation brenzlig wird erscheint Momoko die Göttin Aphrodite, die ihr eröffnet, dass sie Wedding Peach, der Engel der Liebe ist und fortan als dieser für die Engel und Menschheit kämpfen soll, denn die Dämonen wollen die Welt der Menschen und Engel auf ewig unterjochen und in die Dunkelheit stürzen. Fortan muss Momoko sich den Dämonen stellen. Hilfe bekommt sie dabei bald von ihren Freundinnen Hinagiku - dem Engel Daisy, Engel des aufrichtigen Herzens - und Yuri - dem Engel Lily, Engel der Reinheit. Die Freundinnen haben fortan alle Hände voll zu tun.
Und dann ist da auch noch Yosuke Fuma, der Torhüter der Schulmannschaft, der es einfach nicht lassen kann Momoko immer und immer wieder zu piesacken.

Mit der siebenteiligen Mangareihe "Wedding Peach" präsentiert das Autorenduo Nao Yazawa und Sukehiro Tomita einen absolut süßen Magical-Girl-Manga. Die Zeichnungen sind sehr niedlich gehalten, tendieren immer wieder in Richtung des Chibi-Stil. Dadurch wirkt das ganze süß und kindlich und eignet sich auch für eine jüngere Leserschaft. Im Vordergrund der Story steht vor allem der Kampf von Gut gegen Böse und natürlich die Liebe. Was für so manchen Leser sicher ein wenig abschreckend ist, ist die Tatsache, dass die Engel, bevor sie ihre wahre Kampfform annehmen erst einmal in einem tuffigen Hochzeitskleid erscheinen. Das ist erst einmal ein bisschen befremdlich, aber auch irgendwie niedlich. Wer denkt, dass Wedding Peach sich ganz stark nach Sailor Moon anhört, der hat recht. Die Geschichten gleichen sich vom Hergang, wie so viele. Wir haben hier ein junges Mädchen, das ganz unschuldig ist und von jetzt auf gleich zur Superheldin, wenn auch schusselig avanciert. Natürlich verliebt sie sich in den Volldeppen, den sie erst gar nicht leiden kann und sie bekommt ihre Freundinnen als Mitstreiter. Der Klassiker Gut gegen Böse bietet aber fast schon keinen anderen Storyverlauf. Einziger Unterschied zwischen Wedding Peach und Sailor Moon ist, dass wir es hier nicht mit Kriegern unter dem Schutz von Platen zu tun haben, sondern eben mit Engeln. Während Sailor Moon immer cool wirkt, durch ihre tollen Outfits muss man sich bei Wedding Peach erst einmal an viel Tüll gewöhnen. Unpraktisch für einen Kampf, trotzdem was anderes.

Empfehlen möchte ich die niedliche Geschichte allen Fans von Magical-Girl-Mangas. Wer darüber hinweg sehen kann, dass es dem Konzept von Sailor Moon stark ähnelt, der bekommt hier wirklich einen ganz interessanten Lesespaß geboten.

4 von 5 Sternen

  • Verlag: Egmont Manga + Anime GmbH
  • ISBN-10: 3893434763
  • ISBN-13: 978-3893434763
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11,4 x 1,8 cm

Montag, 22. Mai 2017

Tagebuch einer Katze von Remco Campert

Zum Inhalt:
"Ich heiße Pöff. Jawohl, Sie lesen richtig. Pöff. Ein Name wie eine Sprachstörung." Viel lieber wären ihr Cleopatra oder vielleicht Venus, aber sie heißt nun mal, wie sie heißt. Pöff lebt bei "Brille" und "Rock" und berichtet aus ihrem Katzenalltag: von der Angst vor dem bösen Nachbarskater, von faulen Tagen auf Brilles Bett, von Ausflügen ins "Franzosenland", in das Pöff dank der "Trawo", ihrer tragbaren Wohnung, mitfahren darf. Sie erzählt vom Besuch beim Tierarzt, von der Mäusejagd und von furchteinflößenden Staubsaugern. Was macht man nicht alles mit als Katze! Mit untrüglicher Beobachtungsgabe, eigensinnig ironischem Humor und katzenhaft kluger Überlegenheit erzählt uns Pöff, wie die Welt der "Schwanzlosen" aus dem Blickwinkel einer klugen und mit allen Wassern gewaschenen Katze aussieht.

Napoleon, Madame de Pompadour, Cleopatra, Athene... es hätten so schöne Namen sein können, doch ihre Besitzer nannten sie einfach Pöff, Spitzname Pöffchen. Ein Katzenleben kann schon grausam sein, zumindest, wenn es um die Namen geht, die die schwanzlosen Zweibeiner einer Katze geben können. Doch Pöff ist nun einmal Pöff und daran wird sich nichts mehr ändern, das haben "Brille" und "Rock" einfach verbockt. Doch das ist nicht das Einzige, was Pöff beschäftigt, denn was ist hinter der großen Tür und warum bleiben Brille und Rock immer so lang dahinter stehen? Was zum Teufel soll diese tragbare Wohnung und was ist ein Tierarzt? Was ist das nur für eine grausame Maschine, mit der der Putzmann einmal die Woche die Wohnung aufsucht? Und wie schön wäre es wohl, wenn der rote Kater "Der rote Harry" nicht mehr die Gärten der Nachbarschaft terrorisieren würde? Man könnte doch so schön Mäusen hinterher träumen, faul in der Sonne liegen und eben voll und ganz Katze sein...

Auf knapp 80 Seiten nimmt uns Remco Campert mit auf die Reise in das Seelenleben einer Katze. Wir erleben die Welt aus der Sicht von Pöff und die ist einfach nur zum schießen komisch. So wie das Leben von Pöff vom Autor beschrieben wird, hat sich der eine oder andere sicher schon einmal das Leben einer Katze vorgestellt. Das Leben von Pöff wird hierbei in viele kleine Kurzpassagenzusammen gefasst und kann so bequem häppchenweise gelesen werden. Obwohl das Leben von Katzendame Pöff sehr anschaulich beschrieben wird, ist es doch zu berechenbar und kann an der einen oder anderen Stelle langweilig werden. Es fehlen die einen oder anderen pfiffigen Begebenheiten und bisweilen kann das Buch am Stück dann doch etwas anstrengend werden. Für Katzenliebhaber ist das Buch sicher ein Highlight, kann aber wie bei mir auch schnell langweilig werden. An einigen Stellen erkennt man seine eigene Katze wieder, an manchen Stellen ist man vielleicht auch froh, dass die eigene Katze nicht solchen Schabernack treibt. Was mich an dem Buch ein bisschen schockiert hat ist die Art von Brille, denn er scheint mit Pöff nicht wirklich ein gutes Verhältnis zu haben. Zwar will er ihr nichts Böses, ist aber ab und an grob zu ihr - durch Überarbeitung? Man weiß es nicht. Im nächsten Moment tut es ihm dann aber auch schon wieder Leid und er versucht sich bei Pöff wieder einzuschmeicheln. Wer keine Katzen mag, der sollte sich keine halten. Sicher schimpf man mal, aber grob zu einem Tier zu werden? Brille, da bist du einfach raus aus dem Sympathiepool.

Empfehlen möchte ich das Büchlein all jenen die Katzen mögen und gern mal das Leben einer Katze aus Sicht von der Katze erleben möchten. Ihr solltet dabei aber nicht so viel Action erwarten. Die Geschichten plätschern eher so dahin. Fazit: Kann man mal gelesen haben, muss man aber nicht. Da hätte sicher noch mehr draus gemacht werden können, aber die Lachmuskeln werden trainiert und das ist schön.

Idee: 4/5
Humor: 4/5
Details: 3/5
Spannung: 3/5

Gesamt: 3/5

  • Taschenbuch: 78 Seiten
  • Verlag: Insel Verlag; Auflage: 3 (15. Juli 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3458359443
  • ISBN-13: 978-3458359449
  • Größe und/oder Gewicht: 11,8 x 0,8 x 19 cm

Der Pfefferminzmann (Booksnack) von Dorit David

Zum Inhalt:
Die Liebe ist ein seltsames Spiel. Ich bin so hundertprozentig lesbisch wie Frau es nur sein kann. Trotzdem lebe ich an der Seite eines Mannes. Paradox nicht? Ein Versprechen hat es nie gegeben. Für mich gibt's keine Garantie. Auch nicht auf Wunsch eines Einzelnen. Des Pfefferminzmannes.

Eigentlich ist die Protagonistin lesbisch, da ist sie sich ganz sicher, denn für Männer hat sie sich noch nie interessiert, ihrer älteren Freundin hat sie ewig hinterher geweint und doch lebt sie mit einem Mann zusammen. Warum, das weiß sie selbst nicht einmal so genau. Und er weiß, dass sie lesbisch ist. Und trotzdem leben die beiden nun schon so lange Zeit zusammen. Sie und der Pfefferminzmann.

Mit dem Booksnack "Der Pfefferminzmann" präsentiert Dorit David eine etwas andere Kurzgeshcichte. Wir treffen hier auf die Protagonistin, die aus ihrem Leben erzählt und uns etwas über ihre Vorliebe verrät. Denn sie ist lesbisch. Da ist sie sich ganz sicher. Es gibt so viel Beweise dafür und doch lebt sie mit einem Mann zusammen. Kurz erinnert sie sich, wie sich die beiden getroffen haben. Offen bleibt aber, warum die beiden noch zusammen leben, wenn sie doch eigentlich lesbisch ist, denn das weiß sie selbst nicht einmal.
Die Schreibweise der Autorin ist sehr einladend. Man ist sofort in der Geschichte drin. Jedoch verwirrt diese Geschichte aber auch. Denn das Leben, was die Protagonistin führt, entspricht nicht dem, was sie vertritt. Nun bleibt die Frage offen, warum sie denn nun mit einem Mann zusammen lebt. Ist sie nicht lesbisch? Bildet sie sich das alles nur ein? Oder ist sie eher bisexuell? Soll es ja auch geben. Da diese Frage im Raum stehen bleibt und die Protagonistin sich in meinen Augen scheinbar selbst belügt, konnte ich mit der Geschichte nicht warm werden. Man kann die Story sicher einmal für Zwischendurch booksnacken, aber ich glaube nicht, dass mir die Geschichte längerfristig im Gedächtnis bleiben wird. Fazit: kann man gelesen haben, muss man aber nicht.

Idee: 4/5
Charaktere: 3/5
Spannung: 2/5
Logik: 2/5

Gesamt: 3/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 287 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 30 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (26. Januar 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01N4S2TJQ

In den Armen des Vampirs Band 12 von Chloe Wilkox

Nach dem finalen Kampf gegen den Schwarzmagier und ihren Vater Andrei wacht Gloria Robin wieder auf, mit dem Wissen, dass ihr Vorhaben nicht so funktioniert hat, wie sie es sich erhofft hatte, denn ihr Schwager Matt scheint sie betrogen zu haben. Doch je mehr Gloria wieder zu sich kommt, erfährt sie, dass sich ihr Schwager Matt für die Sache mehr als geopfert hat, denn er hat das Elixier in sich aufgenommen und ist nun wieder ein Mensch. Gloria und ihrem geliebten Vampir Ben steht eine gemeinsame, unendliche Zukunft bevor. Doch Gloria ist kein Vampir, wie erst alle vermuteten, etwas an ihr ist anders...

Achtung Spoiler.

Im finalen Band der Reihe "In den Armen des Vampirs" bringt Chloe Wilkox ihr Drama rund um die Hexe Gloria und den Vampir Benjamin endlich zu einem Ende. Nachdem die beiden immer wieder Schicksalsschläge in Kauf nehmen und um ihre Liebe bangen mussten, sollen sie nun in diesem finalen Band ein glückliches Ende finden. Gemeinsam, so wie sie es sich immer erträumt haben. Doch Gloria ist kein Vampir, wie es geplant war - blutrünstig und vorerst nicht für den Umgang mit ihren Freunden geeignet. Sie ist zwar unsterblich, aber sie ist nun eine Wächterin für die Anderswelt. Sie kann fortan mit Geistern kommunizieren und kann so wieder mit ihrer Mutter in Kontakt treten. Das Gloria hier wieder die Supertante schlechthin ist, das nervt. Aber der Rest der Geschichte ist ganz nett zu lesen und macht auch wieder Spaß. Denn Gloria und Benjamin heiraten und all ihre Freunde, die sie begleitet haben, tauchen noch einmal auf. Es gibt noch einmal einen kurzen Abriss von dem, was die Freunde alle erlebt haben und es kommen sogar noch einmal richtig gute Emotionen ins Spiel. Was jedoch den Lesespaß wieder ein bisschen mindert ist, dass auch in diesem Teil von übertrieben expliziten Sexszenen nicht abgesehen wird und man sich teilweise wie in einem schlechten Schmuddelfilm fühlt. Auch zu bemängeln ist die fehlende Liebe zum Detail und der schnelle Szenenwechsel. Auch komisch ist, dass scheinbar alle Charaktere nachher ihren Partner fürs Leben gefunden haben. Etwas sehr übertriebenes Friede-Freude-Eierkuchengehabe für meinen Geschmack. Trotzdem ist es schön, dass es für die beiden Protagonisten ein Happy End gibt und sie bis an ihr Lebensende zusammen bleiben können. Das macht den Leser dann doch ein bisschen zufrieden.

Mein Fazit zu der Reihe ist trotzdem, dass man die Reihe besser nicht lesen sollte, wenn man eine Geschichte mit Anspruch sucht. Logikfehler und schnelle Szenenwechsel überwiegen, stumpfe Dialoge und vor allem zu viel rumgevögel machen die Reihe in meinen Augen einfach nicht tragbar. Wer sich die Reihe gekauft haben sollte wird enttäuscht sein über das, was man hier geboten bekommt. Der Inhalt ist sein Geld einfach nicht wert. Schade eigentlich, denn ich denke, das hätte eine wirklich gute Geschichte werden können, wenn man sich etwas mehr Mühe gegeben hätte, denn der Anfang war wirklich sehr vielversprechend.

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 1732 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 70 Seiten
  • Verlag: Addictive Publishing (24. September 2015)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B015T7W1FK

Freitag, 19. Mai 2017

Hahnentirili (Booksnack) von Monika Detering

  • Zum Inhalt:
    Wenn die Mutter mit dem Sohne ... Rainer hat eine besondere Beziehung zu seiner Mutter. Und sie zu ihm. Seine Frau, die Elsa, mag er auch sehr gern. Und er hat nichts dagegen, dass sie sich auf seiner alten Kinderdecke lieben bevor Mutter zum Essen kommt. Mutter bringt Kohlrouladen mit. Für ihren Jungen, den sie zu dünn findet. Elsa brät Hühnchen. Kohlrouladen gegen Hühnchen. Verzückt isst Rainer das Mitgebrachte und Elsa entscheidet sich …

    Eigentlich sind sie ganz glücklich. Die Elsa und der Rainer. Doch ab und an wankt das gemeinsame Glück, das nun schon drei Jahre hält. Denn immer dann, wenn ihre Schwiegermutter zu Besuch kommt, dann spielt Elsa nur noch die dritte Geige. Dann ist nichts mehr da von der Liebe und dem Respekt. Dann gibt es nur noch Mutti. Und Mutti bringt Elsa so langsam aber sicher auf die Palme.

    In ihrem Booksnack "Hahnentirili" beschreibt Monika Detering die Beziehung zwischen zwei Menschen, die auf eine klassische, aber harte Probe gestellt wird. Getreu dem Motto: Alle doof außer Mutti, muss sich die Protagonistin hier mit einem Muttersöhnchen der Extraklasse herumschlagen. Was Mutti sagt ist Gesetz. Was Mutti tut ist Gesetz. Und wenn Mutti da ist, dann ist Elsa eben abgeschrieben. Dass das Elsa natürlich aufstößt ist kaum verwunderlich, denn wer will schon immer hinter der Schwiegermutter stehen. Eine gleichwertige Beziehung wünscht sich Elsa. Doch dafür muss Rainer sich erst einmal von seiner Mutter lösen, so viel steht fest.

    Mir hat der Booksnack wirklich sehr gut gefallen, weil das ist eine Geschichte, so richtig aus dem Leben gegriffen. Wenn Mutti an erster Stelle steht, dann leidet so manche Beziehung. Dabei will Mann doch die Zukunft mit Frau verbringen und nicht mit Mutti, oder? Ich habe es schon oft erlebt, dass es Söhne gab, die besser eine Beziehung mit Mutti gehabt hätten, als mit ihrer Freundin, deswegen ist die Geschichte für mich logisch und glaubhaft. Auch das Ende ist eine absehbare Sache und kann ich mir so gut vorstellen. Bei manchen legt sich eben doch noch der Schalter, aber dann eben zu spät. Das ist dann klassisches Pech gehabt.

    Empfehlen möchte ich den Booksnack all jenen, die eine gute Geschichte für Zwischendurch lesen wollen, jenen, die etwas mit Liebe und ein bisschen Drama suchen, aber vor allem den Männern, die so sehr an Mutti hängen und darüber hinaus die Freundin vergessen - da könnt ihr echt noch was lernen! ;-)

    Idee: 5/5
    Logik: 5/5
    Emotionen: 5/5
    Schreibweise: 5/5

    Gesamt: 5/5

  • Format: Kindle Edition
  • Dateigröße: 311 KB
  • Seitenzahl der Print-Ausgabe: 38 Seiten
  • Verlag: booksnacks.de (26. Januar 2017)
  • Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B01MZDXQDS