Montag, 5. Juni 2017

Alphawolf (Band 1) von Sandra Henke

Zum Inhalt:
Die Wildhüterin Tala hat in den Wäldern Alaskas schon so einiges gesehen. Daher weiß sie sofort: Das Wolfsrudel, das nachts ein medizinisches Labor verwüstet, verhält sich nicht normal. Noch beunruhigender wird es, als Tala plötzlich in ihrer Wohnung dem düsteren Claw gegenübersteht – der behauptet, ein Werwolf zu sein. Tala erliegt der dunklen Faszination, die von ihm ausgeht, und lässt sich auf eine gefährliche Mission ein.

Als die Wildhüterin und Halbindianerin Tala mit einem neuen Fall betraut wird, ist ihr bald klar, dass das, was sie sieht, nicht mit rechten Dingen zugehen kann. In einem Labor scheint ein Rudel Wölfe gewütet zu haben und Tala soll mit ihrem Kollegen den Spuren nachgehen. Doch das, was Tala an Spuren findet weist nicht nur auf Wölfe, sondern auch auf Menschen hin oder eben beides. Tala kann sich keinen Reim darauf machen. Als dann auch noch urplötzlich ein fremder Mann in ihrer Wohnung auftaucht und ihr eröffnet, ein Werwolf und Anführer eines Rudels zu sein, beginnt Tala an dem zu zweifeln, was wahr und was unwahr sein soll, denn Claw ist ein düsterer Mann, der durchaus animalische Züge an sich hat. Auch scheint er einen Anspruch auf sie zu erheben, woran sie nicht ganz uninteressiert ist. Doch je mehr Tala sich mit dem "Wolfsfall" beschäftigt, desto mehr begibt sie sich in Gefahr.

Sandra Henke präsentiert mit Alphawolf eine ganz passable Story rund um die Thematik der Werwölfe. Sie passt ihre Protagonisten den gängigen Werwolfschemen an und verbindet das Ganze noch ein bisschen mit indianischer Magie. Die Geschichte an sich ist von der Storyline ganz interessant, aber auch vorhersehbar. Spannende und detaillierte Elemente werden eingebaut. Was mich an dem Buch ein bisschen gestört hat ist, dass es wie in jedem klischeehaften Buch um Werwölfe auch hier eine geballte Ladung an Sex gibt. Tiefgründigere Details hierzu hätte man dem Leser durchaus ersparen können, das war mir dann doch ein bisschen zu genau. Was ich aber sehr gut gelungen fand war die Umschreibung der Wandlung in einen Werwolf, ob nun als Neugeborener oder eben als alteingesessener Wolf. Das war wirklich stimmig. Was auch noch schön gewesen wäre, wären detailliertere Charaktere gewesen. Irgendwie war nicht wirklich etwas Neues dabei. Die Charaktere lassen sich in meinen Augen in mehrere andere Romane gut mit hineinpressen. Mit hat hier das gewisse Etwas gefehlt. Claw soll ja angeblich so skrupellos und mysteriös sein, aber irgendwie hat mir da der gewisse Pfiff gefehlt, um das auch wirklich nachvollziehen zu können. Auch Tala war in meinen Augen zwar ein ganz nettes Mädel, aber mir hat hier auch ein bisschen mehr die Schlagfertigkeit und das gewisse Etwas gefehlt. Mit ein bisschen mehr Charakterdesign hätte die Geschichte sicher auch noch viel spannender gewirkt.

Empfehlen möchte ich dieses Buch all jenen, die Geschichten über Werwölfe mögen, auch kein Problem damit haben, dass man die Storyline voraussehen kann und jenen, die gern etwas für Zwischendurch suchen. Das Buch liest sich sehr schnell und einfach, sodass man immer wieder gut in den Storyverlauf hinein findet.

Idee: 5/5
Emotionen: 4/5
Details: 4/5
Charaktere: 4/5
Spannung: 4/5

Gesamt: 4/5

  • Taschenbuch: 288 Seiten
  • Verlag: U-Line UG; Auflage: 2 (1. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 386608126X
  • ISBN-13: 978-3866081260
  • Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3,2 x 21 cm

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