Freitag, 10. November 2017

Betty und ihre Schwestern von Louisa May Alcott

Zum Inhalt (Booklet):
Während des amerikanischen Bürgerkriegs sind die vier March-Schwestern mit ihrer Mutter allein geblieben, da der Vater sich als Geistlicher freiwillig zur Armee gemeldet hat. Doch auch wenn die beiden ältesten Schwestern Meg und Jo arbeiten müssen, um den Lebensunterhalt zu sichern, tragen die festen Familienbande die Schwestern und ihre Mutter durch die harte Zeit. Auf einer Abendgesellschaft lernt Jo den Nachbarsjungen Laurie Lawrence kennen und schließt mit ihm Freundschaft. Bald lebt Laurie wie ein großer Bruder bei der Familie March. Doch als Lauries Hauslehrer sich in Meg verliebt und ihr einen Heiratsantrag macht, kommt das Gleichgewicht zwischen den Schwestern ins Wanken. Denn Jo will nicht, dass eine von ihnen das Haus verlässt – alles soll so bleiben, wie es bisher war.  


Das Buch:
Die Familie March hat es nicht einfach. Der Vater ist als Soldat mit im amerikanischen Bürgerkrieg und so muss die Mutter versuchen sich und die vier Schwestern durchzubekommen. Dass das zu dieser Zeit nicht einfach ist, bemerken die älteren der beiden Schwestern schnell und versuchen ihrer Mutter unter die Arme zu greifen. Während Meg versucht als Hauslehrerin etwas dazu zu verdienen, begibt sich die zweitälteste Jo zu ihrer ungeliebten Tante und versucht als Gesellschafterin ihren Teil beizutragen. Die kleine Beth will auch ihren Teil dazu beitragen, doch ist sie viel zu schüchtern, um sich Menschen zu öffnen, jedoch hat sie ein großes musikalisches Talent. Das Nesthäkchen Amy kann den ganzen Trubel um das Geld eher nicht so verstehen und hat eher damit zu tun die Prinzessin zu sein und an ihrer Nase oder den mangelnden Finanzen herumzunörgeln. Doch egal, wie die Zeiten sich entwickeln, wenn es hart auf hart kommt, da halten die March-Schwestern zusammen. Sei es, um ein kleines Kätzchen zu retten, sich mit dem Nachbarsjungen Laurie anzufreunden oder um ihre Schwester Beth zu bangen, als diese sehr schwer krank wird.


Eigener Eindruck:
Bevor ich das Buch gelesen habe, kannte ich eigentlich nur die Zeichentrickserie, die in meiner Jugendzeit täglich auf RTL2 unter dem Namen „Eine fröhliche Familie“ lief. Dass dieser Anime eigentlich auf Grundlage eines Kinderbuchklassikers verarbeitet wurde, hat mich neugierig gemacht und so habe ich mir diese Kinderbuchversion von Louisa May Alcott gekauft. Das Buch liest sich sehr einfach und leicht verständlich. Die hier beschriebene Geschichte kannte ich nun schon durch die Serie, muss aber sagen, dass sie mir auch geschrieben gut gefallen hat. Hier und da gab es Abweichungen zur Serie, aber das hat es für mich wieder interessanter zum Lesen gemacht. Louisa May Alcott berichtet in ihrer Geschichte über das harte Leben in der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges und was es für die Menschen zu dieser Zeit bedeutet hat. Es musste auf viele Dinge verzichtet werden. Das drückt sie z.B. bei der Weihnachtsepisode aus, bei der die Schwestern trotzdem dafür sorgen, dass es ein schönes Weihnachten wird. Auch musste beim Essen oder bei den Kleidern gespart werden – dies wird besonders da deutlich, als Meg und Jo auf einen Ball bei den Nachbarn eingeladen werden. Außerdem umschreibt Alcott die damalige Einfachheit des Lebens sehr gut. Es gab noch keine Medizin, so wie wir sie heute kennen, weshalb die Schwestern um das Leben ihrer Schwester Beth bangen müssen. Außerdem wird auch deutlich, dass es Frauen in der damaligen Gesellschaft noch nicht so einfach hatten. So will Jo einmal Journalistin werden oder gern einen Roman schreiben, jedoch ist das als Frau gar nicht so einfach.

Die Charaktere der Schwestern könnten nicht unterschiedlicher sein. Da ist die schon sehr erwachsene Meg, die versucht immer die Besonnene zu bleiben. Dann haben wir den Wildfang Jo, die kein Abenteuer scheut und sich auch gern einmal wie ein Junge benimmt. Dann haben wir da noch die schüchterne Beth, welche viel zu ängstlich ist, um mit anderen Menschen wirklich Kontakt zu haben. Und dann ist da noch Amy, welche zuweilen sehr hochnäsig ist und immer erst an sich denkt, weil sie eben die jüngste der Schwestern ist und von allen verhätschelt wird.
Die Mischung der Charaktere finde ich sehr schön, weil sich junge Leser so in einen der Charaktere am besten hineindenken können. Das ist schon ein bisschen ausgebufft, aber einfach genial.



Cover:
Auf dem Cover sind die vier Schwestern zu sehen. Das finde ich persönlich richtig schön, weil so können sich junge Leser die Schwestern vielleicht ein bisschen besser vorstellen. Für junge Leser ist das Cover ansprechend und macht neugierig.


Daten:
Gebundene Ausgabe: 240 Seiten
Verlag: cbj (Dezember 2005)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570130258
ISBN-13: 978-3570130254
Vom Hersteller empfohlenes Alter: 8 - 10 Jahre
Verpackungsabmessungen: 20,4 x 13,8 x 2,4 cm



Idee: 5/5
Charaktere: 5/5
Emotionen: 5/5
Details: 5/5
Logik: 5/5

Gesamt: 5/5

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